Skip to main content

Article Category

Article available in the folowing languages:

Parabolrinnenkollektor zur Nutzung der Sonnenenergie

In diesem Projekt wurde ein Parabolrinnen-Sonnenkollektor entwickelt, mit dem durch Einsatz moderner Technologien Einsparungen bei den Installations-, Herstellungs- und Betriebskosten bei gleichzeitiger Steigerung der Kollektorleistung erzielt werden können.

Energie

Die europäische Richtlinie zur "Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen im Elektrizitätsbinnenmarkt" lässt das Interesse an der Technologie der solarthermischen Energiegewinnung und den damit zusammenhängenden kommerziellen Anwendungen derzeit wachsen. Bei Anlagen, die nach diesem Prinzip arbeiten, sind Rinnenkollektoren mit parabolisch geformten Reflektorflächen das entscheidende Element. In diesem Kontext wurde im Projekt EUROTrough auf der Grundlage der bestehenden, reichhaltigen Wissensbestände und betrieblichen Erfahrungen ein verbesserter Parabolrinnen-Sonnenkollektor entwickelt. Diese Parabolrinnenkollektoren der nächsten Generation eignen sich für verschiedene Anwendungen im Temperaturbereich von 200 bis 400 °C und damit zur Stromerzeugung, für die Meerwasserentsalzung und zur Prozesswärmenutzung und bringen es auf Ausgangsleistungen von einigen Megawatt bis zu mehreren hundert Megawatt. Im Rahmen von EUROTrough wurden verschiedene Tragwerksstrukturen untersucht, wobei schließlich als optimales Konzept ein Torsionskasten herausstellte, der den Vorteil eines geringeren Gewichts und einer geringeren Verformung der Kollektorstruktur bietet. Außerdem wurden geeignete Antriebs- und Steuerungssysteme, Reflektorbefestigungen sowie Herstell- und Transportszenarien bis hin zu den eigentlichen Konstruktionsverfahren untersucht. Das entwickelte Konzept befindet sich zwar noch in einer Zwischenphase, steht aber interessierten Lizenznehmern zur Verfügung. In diesem Projekt wurde das überaus wichtige Ziel einer wirtschaftlichen Realisierung des Parabolrinnen-Sonnenkollektors erreicht. Es ermöglicht die Kopplung mehrerer Kollektorelemente auf einem gemeinsamen Antrieb, so dass sich die Zahl der benötigten Antriebe und Verbindungsrohre verringert. Damit sinken letztlich sowohl die Installationskosten als auch die thermischen Verluste, und auch bei den Herstellungs- und Betriebskosten lassen sich beträchtliche Einsparungen erzielen. Die Vorteile des Konzepts werden auch am Prototypen des Kollektorsegments sichtbar, der gefertigt und installiert wurde und sich zur Zeit in der Erprobung in der Solar-Versuchsanlage Platforma Solar de Almería (Spanien) befindet. Das Ziel, die Kosten des Kollektors zu senken und seine Leistung zu steigern, ist näher gerückt - und damit das Ziel, die Solarstromerzeugung wettbewerbsfähiger zu machen und mit dieser Energieform schon bald eine nennenswerte Marktdurchdringung zu erzielen.

Entdecken Sie Artikel in demselben Anwendungsbereich

Wissenschaftliche Fortschritte
Verkehr und Mobilität
Klimawandel und Umwelt
Energie

4 Dezember 2020