Das Geheimnis der Zöliakie lüften
Die Glutenintoleranz, das Hauptmerkmal dieser Erkrankung, kann die Gesundheit des Darms gefährden und stellt deshalb ein bedeutendes Risiko für das langfristige Wohlbefinden der Patienten dar. Den Schwerpunkt des EU-Projekts GLUTEN EPITOPES IN C bildeten die Definition und die Charakterisierung der Glutenproteine und der bestimmten Segmente, die zur Aktivierung des Immunsystems führen. Die Forscher konzentrierten ihre Untersuchungen auf eine Vielzahl von Zerealien wie beispielsweise Weizen, Gerste, Roggen und Hafer, die bei Zöliakie-Patienten ausgemacht wurden. Der Einsatz der Immunreaktion zeigt sich durch eine Aktivierung der T-Zellen im Darm der Patienten aufgrund spezifischer Glutenpeptide. Die Ergebnisse zeigten, dass die Peptidsequenzen (Epitope), die zur Aktivierung der T-Zellen erforderlich sind, in den Glutenproteinen, einschließlich Gliandin und verschiedenen Gluteninen, vorkommen. Diese T-Zellen-Reaktionen wurden sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen nachgewiesen. Darüber hinaus stellten die Forscher fest, dass es eine Hierarchie in Bezug darauf gibt, wie häufig jedes Epitop ausgemacht wird. Die im Rahmen des Projekts gesammelten Informationen könnten den Weg für die Entwicklung neuartiger Diagnoseanwendungen ebnen; es wurden bereits neue Reagenzien entwickelt, die in der Lage sind, glutensensitive T-Zellen zu entdecken. Diese Reagenzien könnten möglicherweise die Grundlage für neue Entdeckungsmethoden bilden, die das Risiko für die Zöliakie-Patienten minimieren sollen. Zusätzlich dazu könnten detaillierte Informationen zum Vorkommen anreizender Proteinmaterialien zu besseren Ratschlägen zum Thema Lebensmittelsicherheit für die Patienten beitragen.