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Inhalt archiviert am 2024-06-16
The diversity of Mycobacterium tuberculosis strains in China: tracing the origins of the worldwide dispersion of the multidrug-resistant Beijing genotype

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EU und China bündeln Tuberkuloseforschung

China verzeichnet jährlich etwa 500.000 Tuberkuloseneuerkrankungen, deren Erreger signifikant häufig gegen die üblichen Antibiotika resistent sind.

Auch durch umfangreiche Impfkampagnen mit dem Bacillus Calmette Guerin (BCG) gelang es nicht, den Tuberkuloseerreger auszurotten, was vor allem Länder betrifft, in denen die Medikamente unregelmäßig verabreicht oder falsch dosiert werden. Identifiziert wurde nun ein weiterer TBC-Stamm aus der so genannten Beijing-Familie, der in vorrangig in China auftritt. Der Stamm wurde von Asien über Osteuropa insbesondere nach Russland und in die Länder der ehemaligen Sowjetunion eingeschleppt. Die schnelle Ausbreitung ist entweder bestimmten vorteilhaften Merkmalen, z.B. einer Mehrfachresistenz gegen Antibiotika, zu schulden, andererseits könnten auch wenige, gut angepasste Bakterien mit diesen Merkmalen von infizierten Personen eingeschleppt worden sein. Das Projekt Tuberculosis China (The diversity of Mycobacterium tuberculosis strains in China: tracing the origins of the worldwide dispersion of the multidrug-resistant Beijing genotype) untersuchte in umfangreichen epidemiologischen Studien verschiedene TBC-Stämme sowie die Entstehung von Resistenzen gegen Antibiotika und Impfstoffe. Gemeinsam entwickelten europäische und chinesische Projektpartner ein hochmodernes Genotypisierungsverfahren zur kostengünstigen Analyse Tausender von Stämmen. Erfasst wurden zudem BCG-Impfstatus, Alter, Geschlecht und andere klinische Parameter der Patienten, um Bakterienfamilien zu identifizieren und deren Ausbreitung im Land zu dokumentieren. Die Daten wurden dann mit spezifischen Eigenschaften von Stämmen verglichen, die in anderen Ländern aufgetreten sind. Die EU-finanzierten Projektpartner identifizierten zwei neue Bakterienfamilien, denen die meisten der nicht dem Beijing-Genotypen zugeordneten chinesischen Isolate angehören. Um neue therapeutische Ansatzpunkte zu finden und entsprechende Wirkstoffe zu entwickeln, soll nun jeder neue Stamm genotypisiert werden. Tuberculosis China war ein ambitioniertes gemeinsames Forschungsprojekt, das europäischen und chinesischen Wissenschaftlern Gelegenheit zum Austausch von Erfahrungen, Methodologien und Ideen gab, um Tuberkulose eines Tages auszurotten.

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