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Inhalt archiviert am 2024-05-29
Impact of Immigration on HIV and Tuberculosis Epidemiology on the Mediterranean area

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Bessere Infektionskontrolle bei Immigranten

Im Lauf der Geschichte waren es immer wieder Migrationsbewegungen, durch die Viren und Infektionskrankheiten eingeschleppt wurden. Da die Einwanderung in die EU in den letzten Jahrzehnten enorm zugenommen hat, bringt dies auch neue Infektionsrisiken mit sich.

Das EU-finanzierte Projekt Immigr HIV TB MED (Impact of immigration on HIV and tuberculosis epidemiology on the Mediterranean area) suchte daher nach Lösungen für bessere Überwachungssysteme bzw. Infektionskontrolle, vor allem im Kampf gegen Tuberkulose (TBC) und HIV. Wichtigste Aufgabe war es, Präventionsmaßnahmen und –technologien für Marokko und Spanien zu konzipieren, um das Einschleppen von Krankheiten aus Ländern südlich der Sahara oder außerhalb Afrikas zu verhindern. Mit diesem Ziel wurden zwei Workshops für alle Interessenvertreter organisiert, darunter Vertreter internationaler und nationaler Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Mediziner, Forscher und UN-Vertreter. Die Workshops erörterten demographische Muster und Infektionsrisiken bei den Einwanderungsgruppen und wirksame Labormethoden für den Nachweis von TBC und HIV. Wie die Workshops verdeutlichten, ist die Datenlage zum Gesundheitszustand vieler Immigranten, die in die EU kommen, alarmierend dürftig. Der zweite Workshop, der 2008 in Madrid stattfand, richtete sich an Vertreter aller Mittelmeeranrainer und fasste ethische und rechtliche Fragen im Zusammenhang mit dem Gesundheitszustand von Einwanderern zusammen. Weiterhin wurde erörtert, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, um die Ausbreitung von HIV und TBC in Migrantenpopulationen besser zu überwachen, was ebenfalls ethische und rechtliche Aspekte im Zusammenhang mit Gesundheit, Diskriminierung und Zugang zur medizinischen Versorgung für die Immigranten aufwarf. Ziel dessen war es, vorhandene Konzepte zu verbessern. Wie die Teilnehmer betonten, habe der Anspruch auf medizinische Versorgung absoluten Vorrang vor allen anderen Punkten, und zwar unabhängig vom jeweiligen Aufenthaltsstatus, wichtig sei auch die Umsetzung derzeitiger Vorschriften. Das Projekt verdeutlichte, dass das Einschleppungsrisiko wesentlich reduziert werden könne, wenn dass jeweilige Zielland Schnelltests und Therapien für HIV und TBC für Einwanderer einführt. Aufgrund der hohen Kosten für obligatorische Routinekontrollen befürworteten die Interessenvertreter eine Umleitung der Ressourcen in die Verbesserung der medizinischen Versorgung und Prävention. Eine strengere Infektionskontrolle und Überwachung von HIV- und TBC-infizierten Immigranten soll die grenzüberschreitende Übertragung reduzieren und Epidemien vermeiden helfen.

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