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Schutz der biologischen Vielfalt des Bodens durch verbesserte Bodennutzung

Eine exzessive Bodennutzung beeinträchtigt die biologische Vielfalt des Bodens und der damit verbundenen Ökosystemleistungen. Sie bedroht die Produktion von Lebensmitteln und von Biotreibstoffen und stört das empfindliche Gleichgewicht der Natur. Ein EU-finanziertes Projekt wurde ins Leben gerufen, um die Konflikte zwischen den Anforderungen der Bodennutzung, der biologischen Vielfalt des Bodens und einer nachhaltigen Lieferung von Gütern und Dienstleistungen durch das Ökosystem in Europa zu bewerten.

Klimawandel und Umwelt

Die weit verbreitete Verschlechterung der Bodenqualität in der EU hat wesentliche Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit des Bodens: Sie beeinträchtigt landwirtschaftliche Produktionssysteme und die Verfügbarkeit entscheidender Leistungen der Ökosysteme. Letztere beinhalten die Lieferung von Lebensmitteln, Futtermitteln, sauberem Wasser und die Kohlenstoffspeicherung sowie die Kontrolle über Schädlinge und Krankheiten. Die im Rahmen des Projekts SOILSERVICE gesammelten Daten und durchgeführten Analysen verschiedener Auswirkungen und Treiber einer intensiven Bodennutzung lieferten viele wertvolle Informationen zu zentralen Projektthemen. Das Team analysierte auch bessere Möglichkeiten zur Bodenbewirtschaftung und hatte dabei die Linderung des Klimawandels und eine Reduzierung der Zufuhr von Nährstoffen und Chemikalien im Blick. Ein verbessertes Know-how sowie Fortschritte auf diesen Gebieten versprechen auch, langfristig die Einkommen der europäischen Landwirte zu erhöhen. Indem man Produktion, Bodennutzung, biologische Vielfalt des Bodens und Nachhaltigkeit in den sozioökonomischen Modellen miteinander verband, war man im Projekt SOILSERVICE in der Lage, die Leistungen der Ökosysteme mit der wirtschaftlichen Entscheidungsfindung der Landwirte zu verknüpfen. Dies ist wichtig, denn die Intensivierung der Landwirtschaft hat in Europa die Menge und die Biomasse der meisten Bodenorganismen verringert. Dies und andere wichtige Erkenntnisse, die durch einen fachgebietsübergreifenden und transdisziplinären Ansatz gewonnen wurden, liefern die Basis, politische Entscheidungen zu leiten, um die Gemeinsame Agrarpolitik und die Umweltpolitik zu reformieren. Eine weitere Unterstützung in diese Richtung sowie zur Entscheidungsfindung in Bezug auf eine nachhaltige Agrarwirtschaft und Bioenergieproduktion in Europa lieferte die Entwicklung verschiedener Bewertungsinstrumente. Die Partner von LIndem man Produktion, Bodennutzung, biologische Vielfalt des Bodens und Nachhaltigkeit in den sozioökonomischen Modellen miteinander verband, war man im Projekt SOILSERVICE in der Lage, die Leistungen der Ökosysteme mit der wirtschaftlichen Entscheidungsfindung der Landwirte zu verknüpfen entwickelten zwei "Werkzeugkästen": einen zur Quantifizierung der Ökosystemleistungen und zur Beantwortung der Frage, wie sie mit einer biologischen Vielfalt des Bodens zusammenhängen, und einen zur Leistungsbewertung des Ökosystems Boden. Diese Werkzeugkästen können zur Unterstützung der Entscheidungsfindung in Bezug auf eine nachhaltige Agrarwirtschaft in Europa genutzt werden. Die Projektergebnisse sind für die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Systeme und die Entwicklung der Bodennutzung in Europa von Bedeutung. Diese und weitere Faktoren (wie die Auswirkungen des Klimawandels und extremer Witterungsbedingungen) stellen die Dringlichkeit dar, mit der die Leistungen des Ökosystems Boden erhalten werden und die Nachhaltigkeit der Lebensmittel- und Bioenergieproduktion gewährleistet werden soll.

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