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Kohlenstoffexport schlägt Wellen

In dem Bemühen, unser Verständnis der Kohlenstoffaufnahme durch die Ozeane zu verbessern, reiste ein Forscherteam an den Golf von Kalifornien, um eine spezielle Gruppe von Mikroorganismen zu untersuchen.

Klimawandel und Umwelt

Es ist bekannt, dass die Ozeane eine wichtige Kohlenstoffsenke sind, jedoch weiß man noch nicht genau, wie dieser Mechanismus funktioniert. Bislang wurde vermutet, dass Stickstoff fixierende oder diazotrophe Organismen eine wichtige Rolle dabei spielen könnten. Über das Projekt "New approaches for understanding oceanic carbon uptake" (Carbon Export) wurden EU-Mittel bereitgestellt, um diesen Aspekt im Detail zu untersuchen. Ein gut ausgestattetes Forschungsschiff wurde zu diesem Zweck in den Golf von Kalifornien geschickt, um eine umfangreiche Beprobung der artenreichen Gewässer dort durchzuführen. Bei Messungen der Stickstoff-Fixierung in verschiedenen Tiefen zeigte sich eine starke Abhängigkeit sowohl im Hinblick auf die Art der Organismen im Plankton-Mix als auch auf Oberflächentemperatur. In kälteren Gewässern außerhalb des Golfs wurden Nachweise für einen wesentlichen Beitrag zur Kohlenstoff-Fixierung durch diazotrophe Einzeller der Gruppe A gefunden. Darüber hinaus wurden zwei in der Natur vorkommende Radioisotope, 234Th und 210Po verwendet, um den Kohlenstofffluss von der Meeresoberfläche nach unten zu messen. Wie erwartet war die Kohlenstoffbindung sehr hoch in Regionen, in denen das Plankton mit Kieselalgen angereichert war. Allerdings wurden große Flüsse auch in Gebieten mit einzelligen diazotrophen Organismen der Gruppe A aufgezeichnet. Die Analyse ergab in der Tat, dass sie bei der Kohlenstoffbindung sehr viel effizienter sind als Diatomeen. Diese Ergebnisse werden eine Beitrag zu genaueren globalen Modellen des Kohlenstoffkreislaufs beitragen und somit zu besseren Vorhersagen zukünftiger Klimaänderungen.

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