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Allochronic and ecological models of sympatric speciation of plam trees on a small isolated island

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Den Geheimnissen der Evolution auf der Spur

Eine wissenschaftliche Debatte dreht sich um die Frage, ob neue Spezies sich bilden können, ohne dass eine Population erst durch ein Hindernis wie einen Fluss oder ein Gebirge getrennt wird. Eine weitere Frage ist, ob sich zwischen Individuen innerhalb der einen Population genügend Unterschiede entwickeln können, damit eine neue Spezies entsteht?

Klimawandel und Umwelt

Das Phänomen der sympatrischen Artbildung könnte als Prozess hinter dem Ursprung eng verwandter Schwesterarten von Barschen in einigen afrikanischen Seen, von Fruchtfliegen und Inselpalmen stehen. Das Projekt 2Models wurde mit konkurrierenden Szenarien getestet, um das Auftreten von zwei Palmenarten auf der entlegenen Pazifikinsel Lord Howe Island zu erklären. Mithilfe der im Rahmen des Projekts entwickelten Modelle können die Wissenschaftler die Prozesse verstehen, die sympatrische Artbildung fördern oder behindern. Die Lord-Howe-Insel liegt zwischen Australien und Neuseeland und hat eine einzigartige Flora und Fauna. Wissenschaftler sammelten Daten von 400 erwachsenen Bäumen und Palmmaterial und stellten ein Experiment zur Samenumpflanzung auf. Ein experimentelles Verfahren wurde aufgestellt, um Pollen und Samenverteilung für jede Palmart abzuschätzen. Außerdem wurde eine Datenbank eingerichtet, in der die Lagen der erwachsenen Bäume und der beiden Schwesterarten zusammen mit Informationen über die Zusammensetzung des Bodens, auf dem sie auf der ganzen Insel wachsen, aufgenommen sind. Die Spezies Howea belmoreana wächst nur auf vulkanischem Boden, wogegen Howea forsteriana sowohl auf vulkanischen aus auch auf kalkreichen Böden anzutreffen ist. Die während der Feldforschungen gesammelten Daten wurden für ein Modell verwendet, das auf einem schnellen Rechenalgorithmus basiert. Das Modell umfasst Komponenten, die zur Erklärung der Evolution der Blütezeiten und des Gentransfers durch Pollen- und Samenverbreitung beigetragen haben. Die durch das Projekt 2Models durchgeführte Forschung wird zu prüfbaren Hypothesen beitragen, um die Prozesse zu verstehen, die zur sympatrischen Artbildung bei Blütenpflanzen führen. Die Arbeit wird der EU dabei helfen, in diesem wichtigen Feld eine Spitzenposition einzunehmen.

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23 Oktober 2020