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Levant rocky-shore biodiversity: testing ecological impacts of climate change and bioinvasions on a unique ecosystem

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Felsenküsten-Ökosysteme schützen

Ein europäisches Projekt untersuchte die ökologischen Auswirkungen des Klimawandels und invasiver Arten auf die Biodiversität von Felsenküsten-Ökosystem in der Levante.

Klimawandel und Umwelt

Die Küsten der Levante sind die heißeste, salzigste und nährstoffärmste Region im gesamten Mittelmehrraum. Die Region ist zudem ein Hotspot für marine biologische Invasionen, hauptsächlich von fremden Arten, die über den Suez-Kanal Zugang zum Mittelmeer erhalten. Der Rückgang der Wurmschneckenpopulation, deren Häuser zusammenwachsen und auf diese Weise die charakteristischen intertidalen Riffe bilden, stellt eine zusätzliche Gefahr dar. Das LRSB-Projekt untersuchte die Gefahren, die sich aus Klimawandel, Bioinvasion und dem Rückgang der Wurmschneckenpopulation (auch als Ingenieure des Ökosystems beschrieben) ergeben. Die Forscher überwachten die Muster der ökologischen Gemeinschaft und Biodiversität an der israelischen Küste, um die Veränderungen mit der Zeit zu verfolgen. Sowohl Feld- als auch Laborexperimente wurden geplant, um die Vorhersagefähigkeit von Modellen zur Vorhersage von ökologischen Veränderungen zu verbessern. Die Projekterkenntnisse zeigten eine hohe Variabilität in der Gemeinschaftsstruktur an der Küste, die im Winter und Frühjahr am größten ist. Die größten Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Gebieten des Riffs treten zwischen seinen Rändern und seinem Zentrum auf. Zudem verdeutlichten die Ergebnisse den fast vollständigen Rückgang der riffbildenden Wurmschnecke Dendropoma petraeum. Dies hat möglicherweise katastrophale Folgen für die strukturelle Integrität des Ökosystems. Die Forscher beobachteten zudem den Rückgang der vormals im Überfluss vorhandenen räuberischen Schnecke Stramonita haemastoma sowie einiger Algenarten. Die Verbreitung von Brachidontes pharaonis, einer invasiven Muschel aus dem Roten Meer, wurde ebenfalls untersucht. Darüber hinaus zeigten Messungen der Temperatur an der Meeresoberfläche einen Anstieg um 1,5 bis 2,5 Grad Celsius im Vergleich zu den letzten Messungen vor zwei Jahrzehnten. Dank der Arbeit von LRSB haben die Wissenschaftler nun ein besseres Verständnis für die Struktur und die Dynamik der Felsenküstengemeinschaften an der israelischen Küste. Durch Kenntnisse der Mechanismen und Verfahren hinter den Veränderungen der Biodiversitätsmuster über Zeit und Raum können Ökosystembewirtschaftung und -planung verbessert werden. Dies wird einen großen Unterschied zu den Ökosystemen darstellen, die bisher nur wenig untersucht und minimal bewirtschaftet wurden.

Schlüsselbegriffe

Felsenküsten-Ökosystem, ökologische Auswirkungen, Klimawandel, invasive Arten , Biodiversität, Levante, Wurmschnecke, intertidale Riffe, Bioinvasion, Ingenieure des Ökosystems, Temperatur der Meeresoberfläche, Ökosystembewirtschaftung

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