Neues landwirtschaftliches Bodenmodell entwickelt
Derzeitige Modelle der Bodenfunktion bei landwirtschaftlicher Aktivität konzentrieren sich auf die Dynamik entweder im kleinen (einzelne Felder) oder im großen Maßstab (national oder kontinental). Aufgrund der variablen Topografie Europas besteht Bedarf an einem Modell der Bodenveränderungen in einer zwischenliegenden Größenordnung. Das EU-finanzierte Projekt GAEMASS war darauf ausgerichtet, unser Verständnis der landwirtschaftlichen Bodenressourcen zu vertiefen und zu beleuchten, wie sie durch Veränderungen der Umwelt und des Klimas beeinflusst werden. Die Projektwissenschaftler setzten sich zum Ziel, ein geomorphologisches Agrarökosystem-Modell zu entwickeln und zu validieren, das auf den mittleren Maßstab ausgerichtet ist. Sie verknüpften geomorphologische Bodenerosionsmodelle mit bestehenden lokalen Agrarökosystemmodellen, um ein kombiniertes Modell zu schaffen, das sich auf Vorgänge konzentriert. Das Modell wurde mithilfe von Daten aus drei landwirtschaftlichen Regionen Europas validiert. Das GAEMASS-Modell wurde auch mit vorher entwickelten Bodenökosystemmodellen verglichen, wodurch sich zeigte, dass das Modell bessere Daten zu Erosions- und Wasserversorgungsproblemen lieferte. Außerdem belegte das Modell, dass die Bodenredistribution wesentliche Auswirkungen auf den Ertrag von Anbaupflanzen hatte. Die Projektergebnisse werden zu einem tieferen Verständnis darüber führen, wie Klimawandel und landwirtschaftliche Aktivitäten die Bodenqualität beeinflussen. Dies ist letztendlich von Bedeutung, um die maximale Produktivität der Anbaupflanzen sicherzustellen.