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Svalbard Integrated Arctic Earth Observing System - Preparatory Phase

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Überwachungsinfrastruktur für die Arktis

Viele Wissenschaftler betrachten die Arktis als ein Frühwarnsystem für die Effekte des Klimawandels. Ein großes EU-finanziertes Konsortium hat nun den Rahmen für eine koordinierte Arktisbeobachtungsinfrastruktur in Spitzbergen, Norwegen, entwickelt.

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Das Svalbard Integrated Arctic Earth Observing System (SIOS) ist ein internationales Infrastrukturprojekt, das Teil der Roadmap für das Europäische Strategieforum für Forschungsinfrastrukturen (European Strategy Forum on Research Infrastructures, ESFRI) ist. Die Initiative wird ein regionales Beobachtungssystem für Langzeitmessungen auf Spitzbergen und in seiner Umgebung aufbauen, das Fragen der Erdsystemwissenschaften in Bezug auf den globalen Wandel nachgeht. Sein Ziel ist die Bereitstellung koordinierter Dienstleistungen für die internationale Forschungsgemeinschaft in Hinsicht auf Zugang, Daten- und Wissensmanagement, Logistik und Schulungen, die der gesamten internationalen Polarforschungsgemeinschaft zugute kommen werden. Mit der EU-Finanzierung des Projekts SIOS-PP (Svalbard Integrated Arctic Earth Observing System - Preparatory phase) konnten die Partner und assoziierten Partner von 51 Institutionen aus 18 Ländern unterstützt werden, indem man die Grundlagen für das größere Projekt legte. SIOS-PP etablierte die SIOS-Rechts- und Governancestruktur, die Finanzstrategie sowie Framework- und Integrations-/Kooperationsstrategien für Dienstleistungen. Die Projektpartner erkundeten verschiedene rechtliche Optionen zur Organisation des SIOS-Projekts und entwickelten ein Basismodell mit norwegischer nationaler Eigenverantwortlichkeit und operativer Verantwortung. Außerdem vollendeten die Partner eine kritische Betrachtung der Forschungszugriffsstrategien auf andere Infrastrukturen und bewerteten die Bedürfnisse der potenziellen SIOS-Nutzer. Untersuchungen zur Logistikplanung, zur Berichterstattung über den derzeitigen Energie- und Datenkommunikationsstatus, sowohl auf dem Festland als auch auf See, sowie über Schiffskapazitäten und -ressourcen wurden durchgeführt. Das Konsortium entwickelte überdies eine vorläufige SIOS-Datenstrategie in Hinsicht auf das Datenmanagement und deren Nutzung. Man knüpfte Kontakte zu Satellitenbetreibern und verfolgte dabei das Ziel, den Satellitenfernerkundungssektor in die SIOS-Erdbeobachtungsstrategie einzubinden. Indem viele Sorten von Beobachtungen vereint und Fragen darüber gestellt werden, wie sich diese gegenseitig beeinflussen, werden die Wissenschaftler neue Erkenntnisse über die Rolle der Region Spitzbergen innerhalb des Erdsystems gewinnen. Die Koordination von Aktivitäten, die Organisation von wissenschaftlichen Workshops und die gemeinsame Entwicklung von Strategien für die Nutzung und Entwicklung der Forschungsinfrastruktur wird höchst nützlich für Wissenschaftler wie auch Forschungsförderer sein. Somit wird eine Bündelung von Kräften und Ressourcen durch SIOS eine erstklassige, in der Arktis zu erstellende Forschungsinfrastruktur ermöglichen.

Schlüsselbegriffe

Arktis, Klimawandel, Spitzbergen, Satellitenfernerkundung, Erdbeobachtung

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9 April 2019