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Die Entwicklung organischer Schadstoffe in Flüssen

Forscher haben bewiesen, dass Bakterien in Flussökosystemen organische Schadstoffe abbauen können.

Klimawandel und Umwelt

Wissenschaftler beschäftigen sich seit Jahren mit einem Phänomen, das als "Riverine Input–Output Paradox for Organic Pollutants" (RIOPOP) bekannt ist. Bei diesem Phänomen geht es um die Frage, warum Schadstoffe, die stromaufwärts einem Fluss zugeführt werden, nicht in das Meer gelangen, sobald der Fluss dieses erreicht hat. Das von der EU finanzierte Projekt "DEGRAPOLL" untersuchte dieses Ereignis, um besser verstehen zu können, wie organische Schadstoffe in Flüssen verarbeitet werden. Im Fokus des Projekts standen Sulphonamide, eine gängige Antibiotikaklasse, die mit dem Anstieg antibiotikaresistener Bakterien in Zusammenhang steht. Die am Projekt beteiligten Forscher sammelten Wasser- und Gesteinsproben an zwei verschiedenen Stellen (stromaufwärts und stromabwärts) des Flusses Llobregat in Spanien. Die Proben wurden zur Erstellung künstlicher Ökosysteme mit zwei unterschiedlichen Sulphonamidkonzentrationen genutzt. Die Forscher testeten die Gesamtveränderung der Sulphonamidkonzentrationen sowie Anzeichen für mikrobiologisches Wachstum. Es zeigte sich, dass in beiden Fällen bestimmte Bakterien von Biofilmen auf den Felsen Sulphonamid im Ökosystem abbauen konnten. Dies stellt eine wichtige Erkenntnis für die Toxizitätsbewertung neuer Chemikalien dar, da die Nebenprodukte an sich schädlich sein könnten. Das "DEGRAPOLL"-Projekt hat einen großen Beitrag zur Lösung des RIOPOP-Phänomens und zum allgemeinen Verständnis von Flussystemen geleistet.

Schlüsselbegriffe

Organische Schadstoffe, Flüsse, Bakterien, Flussökosysteme, Riverine Input–Output Paradox for Organic Pollutants, Sulphonamide, mikrobiologisches Wachstum, Toxizitätsbewertung

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