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Wissenschaft im Trend: Der prähistorische Riesenpinguin

Die Analyse eines 37 Millionen Jahre alten Pinguinfossils durch ein Forscherteam in Argentinien zeigt, dass Riesenpinguine, die größer waren als die meisten Menschen, vor Millionen von Jahren auf der Erde lebten.

Vor Millionen von Jahren lebten Riesenpinguine auf dieser Erde, die größer waren als die meisten Menschen. Eine Analyse eines 37 Millionen Jahre alten Pinguinfossils durch eine Forschergruppe des Museums von La Plata in Argentinien zeigt, dass der sogenannte 'Koloss-Pinguin' rund 2 Meter von Kopf bis Fuß maß. Die Neuigkeiten zum Palaeeudyptes klekowskii wurden in der Zeitschrift Geobios veröffentlicht und von den Wissenschaftsmedien in dieser Woche weit verbreitet. Die Zeitschrift The Guardian berichtet, dass es sich hierbei um das am vollständigsten erhaltene Fossil handelt, das jemals in der Antarktis entdeckt wurde. Es besitzt den längsten Fußgelenkknochen, der jemals aufgezeichnet wurde, sowie Teile des Flügelknochens. Das Gewicht des Riesenpinguins wird auf 155 kg geschätzt. Im Vergleich dazu ist der heute größte und schwerste Vertreter seiner Art, der Königspinguin (Aptenodytes forsteri), 1,10 Meter groß und wiegt knapp 50 Kg. Es scheint, dass der Palaeeudyptes klekowskii nicht die einzige Pinguinart war, die vor Millionen von Jahren in der Antarktis lebte. Dort lag nämlich das Paradies der Pinguine! Die Zeitschrift New Scientist zitiert Carolina Acosta Hospitaleche vom Forschungsteam des Museums von La Plata. Sie sagt, dass diese Ära eine 'wunderbare Zeit für Pinguine' gewesen sei, da 10 bis 14 verschiedene Arten an der Antarktisküste zusammen gelebt hätten. Die Größe des Koloss-Pinguins wird sicherlich einige nützliche Vorteile mit sich gebracht haben. Die Zeitschrift New Scientist berichtet, dass größere Pinguine tiefer tauchen und länger unter Wasser bleiben könnten als kleinere. Acosta Hospitaleche sagt, der riesige Palaeeudyptes klekowskii könnte 40 Minuten unter Wasser bleiben und damit mehr Zeit zum Jagen von Fischen gehabt haben. Discovery News fügt dieser Liste einen weiteren Vorteil hinzu - und behaupten, dass die beeindruckende Größe des Pinguins ihn wahrscheinlich dazu qualifiziert hätte, in der NBA-Basektballliga der USA zu spielen! Die Ausgrabungen des Palaeeudyptes klekowskii konzentrierten sich auf Seymour Island, eine Insel vor der Antarktischen Halbinsel. Dem New Scientist zufolge war dies vor 40 Millionen Jahren eine wärmere Region als heute, mit einem Klima, das dem von Feuerland, südlichsten Spitze Südamerikas, heute ähnelt. Das Magazin fügt hinzu: 'In dieser Gegend wurden Tausende Pinguinknochen gefunden. Anfang des Jahres berichtete Acosta Hospitaleche vom Fund des bislang vollständigsten Fossils, obwohl es nur mehrere Dutzend Knochen, vor allem Flügel- und Fußgelenkknochen, enthielt.' The Guardian berichtet, dass diese Spezies nicht die erste riesige Urpinguinspezies sei, die jemals entdeckt wurde. Bereits 2007 wurde eine weitere Pinguinart in Peru gefunden, Icadyptes salasi, die vor 36 Millionen Jahren lebte und mit 1,5 Meter Höhe etwas kleiner war. Der in Geobios veröffentlichten Zusammenfassung zufolge seien Entdeckungen wie des Palaeeudyptes klekowskii für das Studium der Anatomie und Evolution von Pinguinen bedeutsam, ins besondere für die antarktischen Spezies, zu denen die Palaeeudyptes gehört.Weitere Informationen sind abrufbar unter:http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0016699514000291

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