Europas beste wissenschaftliche Nachwuchstalente in Warschau ausgezeichnet
Die drei höchstdotierten Preise für die ersten Plätze im Wert von jeweils 7 000 EUR gingen an João Pedro Estácio Gaspar Gonçalves de Araújo aus Portugal für seinen Beitrag ‘A natural characterization of semilattices of rectangular bands and groups of exponent two’, an Mariana De Pinho Garcia und Matilde Gonçalves Moreira da Silva aus Portugal für ihren Beitrag ‘Smart Snails’ und an Luboš Vozdecký aus der Tschechischen Republik für seinen Beitrag ‘Rolling Friction’. Die zweiten und dritten Plätze gingen an Teams aus Irland, Bulgarien, Slowenien, Litauen, dem Vereinigten Königreich und Deutschland. Die Teams, die die zweiten und dritten Plätze erreichten, erhielten jeweils 5 000 EUR bzw. 3 500 EUR. Nach einer intensiven Woche mit 77 Projektpräsentationen von 110 Forscherinnen und Forschern aus 36 Ländern wurden die Gewinner bekanntgegeben. Der Wettbewerb war zwangsläufig völlig offen, da sämtliche Beiträge bereits im Rahmen nationaler Wissenschaftswettbewerbe in den jeweiligen Ländern einen ersten Preis erzielt hatten. Die Projekte deckten ein breites wissenschaftliches Themenspektrum ab – von der Biologie, Physik und Chemie über die Umwelt, die Mathematik und die Werkstoffwissenschaften bis hin zum Ingenieurwesen und zur Medizin. Abgesehen von den ersten, zweiten und dritten Plätzen wählte die Jury, bestehend aus 18 internationalen Wissenschaftlern unter dem Vorsitz von Dr. Henrik Aronsson, eine Reihe von Projekten für Ehrenauszeichnungen aus. Die ausgezeichneten Nachwuchswissenschaftler wohnen den Feierlichkeiten der Nobelpreisverleihung 2014 bei und treffen die Nobelpreisträger oder sie nehmen am London International Youth Science Forum 2015 teil. Dreißig spezielle Preise, die von Einrichtungen wie der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) und der Organisation für Kernforschung CERN sowie Unternehmen wie INTEL und Samsung gestiftet worden waren, wurden zudem im Rahmen bestimmter Projekte präsentiert. Der 1989 ins Leben gerufene EU-Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler (European Union Contest for Young Scientists, EUCYS) hat in den vergangenen 26 Jahren den Ruf erworden, die Stars der Wissenschaft von morgen zu entdecken. Die bisherigen Preisträger haben prestigeträchtige Karrierewege, etwa bei der Europäischen Weltraumbehörde oder bei der Europäischen Organisation für Kernforschung CERN, eingeschlagen. Professor Martin Hairer, einer der Gewinner des EUCYS aus dem Jahr 1991, wurde dieses Jahr für seine Arbeit zu auf Zufallsprinzipien basierenden Systemen mit der Fields-Medaille ausgezeichnet, dem renommiertesten Preis im Bereich der Mathematik. Lina Tomasella aus Italien hingegen, die 1989 ebenfalls einen ersten Preis gewann, arbeitet jetzt als Forscherin am National Institute for Astrophysics in Padua und ist seit 2012 Jurymitglied beim EUCYS. Just vergangene Woche gewannen die Sieger des Wettbewerbs von 2013, Ciara Judge, Emer Hickey und Sophie Healy, den großen Preis bei der Google Science Fair in Kalifornien. Der jährliche Forschungswettbewerb EUCYS, an dem seit 1989 2 561 Teilnehmer beteiligt waren, zielt darauf ab, junge Menschen für ein naturwissenschaftliches, technisches, ingenieurwissenschaftliches oder mathematisches Studium zu begeistern sowie zu Karrieren im Bereich Wissenschaft und Forschung zu ermutigen. Die Anzahl junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stieg von 59 bei der ersten Veranstaltung 1989 auf 110 in diesem Jahr. Eine Rekordzahl von 137 Wettbewerbsteilnehmern konnte im Jahr 2009 in Paris verzeichnet werden. Hinsichtlich eines ausgewogenen Geschlechterverhältnisses war in diesem Jahr festzustellen, dass 37 % der Teilnehmer Frauen waren. Die Frauenbeteiligung am EUCYS liegt normalerweise zwischen 30 % und 35 % und erreichte 2005 einen Höchstwert von 41 %. In den 26 Jahren haben 183 junge Frauen und 614 junge Männer Preise gewonnen. Weitere Informationen sind abrufbar unter:http://eucys2014.pl/
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