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Wissenschaft im Trend: NASA liefert „besten Beleg bis heute“ für fließendes Wasser auf dem Mars

Gibt es Leben auf dem Mars? Wir sind einen Schritt näher, es herauszufinden!

Vergangenen Montagmorgen kochten bereits Gerüchte, dass die Weltraumforscher wichtige Neuigkeiten zu berichten hätten. Und sie sollten sich bestätigen. Am Montagnachmittag präsentierte die NASA der Welt den bisher eindeutigsten Hinweis dafür, dass auf der Marsoberfläche Flüssigkeiten fließen, was wiederum die Wahrscheinlichkeit für Leben auf dem Roten Planeten steigert. Auf der Suche nach dem Wasser Die Erkenntnisse wurden im Zuge des Ansatzes der NASA gesammelt, sich auf der Suche nach fremdem Leben im Universum am Vorhandensein von Wasser zu orientieren. Laut John Grunsfeld, Astronaut und Associate Administrator des Science Mission Directorate der NASA, führte die Forschung zu überzeugenden wissenschaftlichen Belegen, die lang gehegte Vermutungen bestätigen. „Dies ist eine wesentliche Entwicklung, da offenbar Wasser – wenn auch sehr salziges – heute auf der Marsoberfläche fließt“, merkte er an. Hydratisierte Salze könnten rätselhafte dunkle Streifen erklären Mithilfe eines Bildspektrometers des Mars-Erkundungssatelliten „Mars Reconnaissance Orbiter“ (MRO) der NASA ermittelten die Forscher „Signaturen hydratisierter Mineralien an Abhängen, die nicht erklärbare Streifen aufweisen“. Diese Fließspuren werden als „Recurring Slope Lineae“ (RSL) bezeichnet, und es wurde schon mehrfach vermutet, dass sie mit flüssigem Wasser in Verbindung stehen. Die Entdeckung von hydratisierten Salzen an den Hδngen liefert nun Aufschluss darόber, worin diese Verbindung zu den dunklen Streifen besteht. Wie die NASA erklärt, senken die hydratisierten Salze den Gefrierpunkt des Wassers – auch auf der Erde werden im Winter Eis und Schnee auf den Straßen mit Salz schneller zum Schmelzen gebracht. Den Wissenschaftlern zufolge handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein flaches, unterirdisches Rinnsal, bei dem ausreichend Wasser nach oben steigt, um die Verdunkelung zu erklären. „Wir haben die hydratisierten Salze nur feststellen können, wenn die jahreszeitlichen Unterschiede besonders groß waren, was darauf hindeutet, dass entweder die dunklen Streifen selbst oder der Vorgang ihrer Bildung die Ursache der Hydratisierung ist. In jedem Fall bedeuten die hydratisierten Salze an den Hängen, dass Wasser eine entscheidende Rolle bei der Bildung der Streifen spielt“, sagte Lujendra Ojha vom Georgia Institute of Technology in Atlanta, der Hauptautor eines Berichts zu diesen Entdeckungen, der am 28. September in der Fachzeitschrift „Nature Geoscience“ veröffentlicht wurde. Erde trifft Mars: ein Kontaminationsrisiko Diese Nachricht zog selbstredend die Aufmerksamkeit der wissenschaftlichen Medien auf sich und regte zu Spekulationen an. Ein Artikel im Nature, in dem eine gemeinsame Überprüfung der US-amerikanischen National Academy of Sciences und der Europäischen Wissenschaftsstiftung zitiert wird, mahnt zur Vorsicht. Der Nachweis außerirdischen Lebens, so heißt es im Artikel, wird alles andere als leicht sein. Und das möglicherweise aus anderen Gründen, als wir vermuten. Die technologischen und finanziellen Herausforderungen könnten ein geringeres Problem darstellen, als das Risiko einer Kontamination: „Da eine möglicherweise auf dem Mars vorhandene Biosphäre vor jeglicher Kontamination von der Erde geschützt werden muss, so schrieben die Autoren der Studie, können Menschen in bestimmten Gebieten, in denen marsianisches Leben existieren könnte, gegebenenfalls nicht landen oder diese betreten.“ National Geographic betont, dass ein Nachweis von flüssigem Wasser keinem Nachweis von Leben entspricht. Mit einem Zitat von Bethany Ehlmann, einer Astrogeologin bei Caltech in den USA, werden auch Bedenken hinsichtlich einer Kontamination der Marsoberfläche mit irdischen Mikroben hervorgebracht: „Es ist jetzt schon schwierig, ein Raumfahrzeug sauber genug zu bekommen, um ein Landegerät oder einen Rover auf unseren Nachbarplaneten zu schicken.“ Worin auch immer die nächsten Schritte bestehen werden, der Enthusiasmus gegenüber diesen Entdeckungen bleibt spürbar. Wir scheinen der Beantwortung einer wichtigen Frage einen Schritt nähergekommen zu sein: Gibt es Leben auf dem Mars? Weitere Informationen erhalten Sie unter: NASA-Artikel In „Nature Geoscience“ veröffentlichte Studie zu Salzwasser auf dem Mars

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