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Genetische Marker signalisieren höheres Ertragspotenzial

Ein durch die EU finanziertes Projekt hat neue molekulare Marker entwickelt, die es den Weizenzüchtern ermöglichen werden, die ertragreichsten genetischen Bestände auszuwählen.

Die neuen Marker des EU-finanzierten ADAPTAWHEAT-Projekts wurden nach vier Jahren Forschung zu Genen entwickelt, welche die Blütezeit von Weizen steuern. Mit dieser Arbeit war das Projektteam in der Lage, bestimmte Schlüsselmerkmale zu ermitteln, die den Züchtern helfen können, den Weizenertrag zu erhöhen. Das Projekt hat den Züchtern auch andere neue Fähigkeiten und Wissen geliefert, um bestimmte physiologische Merkmale zusammen mit neuen Datensätzen auszuwählen, die den wahrscheinlichen Erfolg und mögliche Grenzen bestimmter Ansätze vorhersagen können. Drei KMU, die an dem Projekt beteiligt sind, werden jetzt die entwickelten Werkzeuge erkunden, um die erwarteten Projektergebnisse zu liefern. Weizen ist ein wichtiges Nahrungsmittel. Im Jahr 2013 betrug die weltweite Weizenproduktion 713 Millionen Tonnen, wodurch er an dritter Stelle der meistproduzierten Getreide nach Mais und Reis steht. Weizen ist die Hauptquelle für pflanzliche Proteine in menschlichen Nahrungsmitteln. Er hat einen höheren Proteingehalt als andere wichtige Getreidesorten und als Hauptnahrungsgetreide in Bezug auf die Gesamterzeugung in Tonnen steht er direkt an zweiter Stelle nach Reis. Die Ergebnisse dieses Projekts werden daher neue Marktmöglichkeiten für Weizenanbauer eröffnen und die Einnahmen der Landwirte durch Kosteneffizienzen möglicherweise erhöhen. Sie werden auch zur Bewältigung einiger Verarbeitungsprobleme in der globalen Nahrungsmittelversorgungskette beitragen. So soll die Weltbevölkerung von 2009 bis 2050 um ein Drittel bzw. 2,3 Milliarden Menschen anwachsen. Der Organisation für Lebensmittel und Landwirtschaft der Vereinten Nationen, FAO, zufolge bedeutet dies, das zur Versorgung von 9,1 Milliarden Menschen im Jahr 2050 die weltweite Lebensmittelerzeugung ab heute bis 2050 um rund 70 % steigen muss. Außerdem soll die Nachfrage nach Getreide für Lebens- und Futtermittel den Vorhersagen zufolge ausgehend von den heutigen 2,1 Milliarden Tonnen bis 2050 3 Milliarden Tonnen erreichen. In diesem Kontext ist das Erreichen von Produktionseffizienzen in der Landwirtschaft und insbesondere im Getreideanbau zu einer Priorität für den landwirtschaftlichen Sektor und die politischen Entscheidungsträger geworden. Das Projekt ADAPTAWHEAT will Züchtern, Landwirten und Entscheidungsträgern dabei helfen, Gelegenheiten zur Verbesserung der Nachhaltigkeit und Effizienz des Anbaus zu ermitteln und damit zur Sicherstellung der globalen Nahrungssicherheit beitragen. Ein weiteres dringendes Problem ist der Klimawandel. Da fruchtbares Land in manchen Gegenden der Welt – vor allem in den Entwicklungsländern – immer unproduktiver wird, werden die Erträge sinken, was in der Zukunft zu einem globalen Weizenmangel führen kann, wenn nichts dagegen unternommen wird. Das ADAPTAWHEAT-Projekt hat mit dem Screening der Gene, die die Blütezeit bei mehr als 1000 verschiedenen Weizenlinien steuern, und mit der Datensammlung zu den physikalischen Merkmalen jeder Linie begonnen. Anschließend werden neuen Labormethoden entwickelt, um die Expression der Hauptgene während der Blütezeit nachzuverfolgen, um vielsprechende Merkmale zu ermitteln. Das ADAPTAWHEAT-Projekt hat auch versucht, bestimmte Gene aufzudecken, die durch Umweltbedingungen beeinflusst werden. Um dies zu erreichen, wurden verschiedene Weizenlinien an Standorten in und außerhalb Europas angebaut, um zu zeigen, wie die genetisch bedingte Variation der Blütezeit genutzt werden kann, um die Auswirkungen des Klimawandels zu mildern. Das ADAPTAWHEAT-Projekt, das rund 3 Mio. EUR an EU-Mitteln erhalten hat, wurde Ende Dezember 2015 offiziell beendet. Weitere Informationen finden Sie auf der: ADAPTAWHEAT-Projektwebsite

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