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Neues von ABBI: Aussichtsreiche Kommerzialisierung des einzigartigen Armbands für sehbehinderte Kinder

In Ausgabe 66 des Research*eu Magazins wurden in unserem Sonderabschnitt mehrere EU-finanzierte Projekte hervorgehoben, die sich für die Verbesserung der Leben von sehbehinderten Menschen durch innovative technologische Lösungen stark gemacht haben. Über das ABBI-Projekt wurde aufgrund seines bahnbrechenden Geräts berichtet, das sehbehinderten Kindern bei der Entwicklung eines besseren Raumgefühls helfen soll. Koordinatorin Dr. Monica Gori erzählt uns, wie es mit der Kommerzialisierung seit unserem letzten Gespräch vorangegangen ist.

Digitale Wirtschaft

Das Audio Bracelet for Blind Interactions (ABBI, Audioarmband für Blindeninteraktionen) ist ein bahnbrechendes Gerät, das speziell auf Kinder ausgelegt ist, weshalb seine Einfachheit ein wichtiger Faktor war – das Gerät, das am Handgelenk der Kinder getragen wird und nicht größer als eine Armbanduhr ist, beginnt, sobald es angelegt wurde, die Körperbewegungen zu erfassen, um Anwender durch eine Reihe von Tönen räumlich darüber zu informieren, wo sich die Bewegung ereignet. Wenn das Gerät von mehreren Menschen getragen wird – zum Beispiel von der unmittelbaren Familie des Kindes – können Ereignisse besser wahrgenommen und die sozialen Fähigkeiten Sehbehinderter verbessert werden. ABBI-K ebnet den Weg Dr. Gori berichtete uns vor Kurzem, dass das Projektteam auf die vollständige Kommerzialisierung innerhalb eines Jahres hoffe, und angesichts des erfolgreichen Endes der klinischen ABBI-Studie und des bevorstehenden Vertriebs des „ABBI-K“-Kits (bestehend aus dem ABBI-Armbandgerät und einem Satz Lautsprecher) an Krankenhäuser und Rehabilitationszentren, scheint es so, dass dieses Ziel in absehbarer Nähe ist. „ABBI-K wird Therapeuten bei der Erbringung von Rehabilitationsleistungen unter Verwendung des ABBI-Geräts auf einfache und intuitive Weise unterstützen“, erklärt Dr. Gori. „Wir schließen gerade auch das Verfahren für das CE-Zeichen ab, sodass wir uns momentan in einer sehr guten Position befinden!“ Sie und ihr Team arbeiten jetzt an einem umfassenden Geschäftsplan für die vollständige Marktdurchdringung mit ABBI. „Wir haben Interesse von einem frühen Investor zur Unterstützung der Kommerzialisierung von ABBI und ABBI-K erhalten. Wir arbeiten derzeit auch am Abschluss der Vereinbarung, die das zukünftige Start-up mit meiner Kollegin Chiara Martolini beinhaltet“, erklärt Dr. Gori. „Dieses Ergebnis war dank der Technologietransferstelle innerhalb des italienischen Technologieinstituts (IIT) möglich. Mehrere Krankenhäuser und Rehabilitationszentren in Italien haben großes Interesse an unserem Gerät und generellen Ansatz gezeigt.“ Die Reichweite von ABBI vergrößern Ungeachtet der großen Schritte in Richtung Markteinstieg sind Dr. Gori und ihr Team nach wie vor fest entschlossen, das herausragende Potential von ABBI zu maximieren. „Bislang haben wir ABBI ausschließlich an Kindern älter als drei Jahren eingesetzt, ich bin jedoch davon überzeugt, dass die Verwendung von ABBI entscheidend sein könnte, um räumliche, motorische und soziale Fähigkeiten für sehbehinderte Kinder in den entscheidenden ersten drei Lebensjahren erheblich zu verbessern“, sagt Dr. Gori. „Ich habe vor, dieses Konzept umfassend weiter zu erforschen, da es bis dato nur wenige technologische rehabilitative Lösungen für die frühe Intervention bei jungen sehbehinderten Kindern gibt.“ Der Weg für ABBI scheint also nur nach oben zu führen. Das Fazit von Dr. Gori lautet: „Ich denke, dass das ABBI-Projekt eine Kaskade großer Möglichkeiten für die Rehabilitation von sehbehinderten Kindern eröffnet hat.“

Länder

Italien