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Gesundheitsbedenken beim Einsatz von BST

Die Verwendung von Somotrophin vom Rind (BST) stellt ein potentielles Risiko für die Volksgesundheit dar, behauptet der Wissenschaftliche Ausschuß für tiermedizinische Maßnahmen in Bezug auf die Volksgesundheit. Die Warnung, die im Bericht der Organisation vom 15. und 16. Mär...

Die Verwendung von Somotrophin vom Rind (BST) stellt ein potentielles Risiko für die Volksgesundheit dar, behauptet der Wissenschaftliche Ausschuß für tiermedizinische Maßnahmen in Bezug auf die Volksgesundheit. Die Warnung, die im Bericht der Organisation vom 15. und 16. März 1999 erscheint, schließt sich unmittelbar an eine unlängst veröffentlichte Stellungnahme der Europäischen Union (EU) an, daß zum Schutz des Wohles der Tiere Milchkühen kein BST verabreicht werden soll. BST - ein künstlicher, genetisch manipulierter Stoff - fußt auf einem in der Kuh natürlich vorkommenden Wachtumshormon. Es wird Kühen alle zwei Wochen zur Steigerung der Milchproduktion eingespritzt. Neuesten wissenschaftlichen Kommentaren nach kann sein Einsatz allerdings die Konzentration des Insulin-Wachstumsfaktors I (IGF-I) in Milch verursachen. Das ist Grund zur Beunruhigung, da jüngste epidemiologische Studien darauf hinweisen, daß IGF-I mit dem erhöhten, relativen Risiko verbunden ist, Prostata- bzw. Brustkrebs zu verursachen. Es ist daher eine weitere Erforschung der Zusammenhänge zwischen IGF-I und Krebs erforderlich, und Wissenschaftler haben betont, daß der Anteil von IGF-I in der Milch von mit BST behandelten Kühen zur Zeit nicht bekannt ist. Die unabhängigen Wissenschaftler sprachen auch von anderen potentiellen Risiken bei der Verwendung von BST. Dazu gehören das zunehmende Auftreten allergischer Reaktionen sowie eine Zunahme der Verwendung antimikrobieller Stoffe zur Behandlung von mit BST verbundenen Euterinfektionen. Das könnte auch zu einer Anhäufung von BST Rückständen in der Milch führen, die wiederum erhöhte Selektion resistenter Bakterien nach sich ziehen könnte. Am 31. Dezember 1999 läuft ein EU Moratorium ab, das die Vermarktung und Verwendung von BST verbietet. Die beiden Berichte - von den EU Wissenschaftlern und dem Wissenschaftlichen Ausschuß über tiermedizinische Maßnahmen in Bezug auf die Volksgesundheit - werden eine wesentliche Grundlage für die anstehende Revision dieses Verbots abgeben. Der Bericht des Wissenschaftlichen Ausschusses wird in Kürze über die u.a. Webseite erhältlich sein.

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