Ein Portrait der Informationsgesellschaft von heute
Laut der Eurobarometer-Untersuchung "Messung der Informationsgesellschaft" hat sich die Anzahl der Internetbenutzer in Europa zwischen 1997 und 1998 in nur einem Jahr verdoppelt. Die Untersuchung zeigt ein wachsendes Interesse unter europäischen Bürgern an den Anwendungen der neuen Informationstechnologie (IT), obwohl sich in Bezug auf den Zugang zu und dem Interesse an den Informationstechnologien ein starkes Nord-Süd-Gefälle zeigte. Über 8,3% der privaten Haushalte in der EU, also circa 27 Millionen Menschen, besitzen Internetzugang, verglichen mit 4,4% in 1997. Die Untersuchung zeigt jedoch auch bedeutende Unterschiede zwischen dem Norden und dem Süden. In Schweden beträgt der Internetzugang 39,6%, verglichen mit nur 2,9% in Griechenland. Und durchschnittlich 13,3% der Europäer benutzen das Internet bei der Arbeit. PCs sind in 30,8% der europäischen Haushalte vorhanden. Auch hier ist Schweden mit 59,8% führend, verglichen mit 12,2% in Griechenland. Mobiltelefone besitzen 30,2% der Europäer, wobei die Hauptbenutzer Finnland (64,4%) und Schweden (60,3%) sind. Ein hoher Grad an Interesse zeigte sich bei On-line-Kontakten zu kommunalen Behörden, insbesondere für die Möglichkeit, einen Zugang zu Verwaltungsdokumenten zu erhalten und diese herunterzuladen. Reisebuchungen per Internet, Gesundheitsberatung, elektronische Jobsuche, Tele-Unterricht und On-line-Shopping befanden sich unter den beliebtesten Dienstleistungen, wohingegen nur 11% an Kontakten per Internet mit Politikern interessiert waren. Dennoch gab es einen bedeutenden Prozentsatz derjenigen, die wenig Interesse an Internetdienstleistungen zeigten. Von den befragten Personen sagten 55%, daß sie in ihrem Privatleben keine Notwendigkeit für diese Dienstleistungen sehen, 24,2% hielten die Dienstleistungen für zu teuer, 21,5% verfügten nicht über die richtige Ausrüstung, und 18,2% fanden es zu kompliziert.