Büro für Galileo-Programm eröffnet
Die Europäische Kommission und die Europäische Weltraumorganisation (ESA) haben ein gemeinsames Büro eröffnet, um die Durchführung des Satellitennavigationsprogramms Galileo besser organisieren zu können. Das Büro wird als zentrale Sachverständigenstelle und ständige Kontaktstelle für die Koordination zwischen den verschiedenen Beteiligten sowie zwischen den Teilen des Programms fungieren. "Damit wird in einem der vielversprechendsten neuen Weltraumprogramme in Europa ein Schritt nach vorn getan", sagte der Generaldirektor der ESA, Antonio Rodotà. Die Vizepräsidentin der Kommission, Frau Loyola de Palacio, die auch für Verkehr und Energie zuständig ist, fügte hinzu: "Das Büro ist die erste ständige institutionelle Verbindung zwischen den beiden bedeutendsten europäischen Institutionen, die die Arbeit an unseren neuen Systemen der Satellitennavigation, Positionierung und genauen Zeitbestimmung, Galileo, vorantreiben." Die Definitionsphase des Galileo-Programms wird von der Generaldirektion Energie und Verkehr der Europäischen Kommission mit ESA als gleichrangigem Partner im gemeinsamen Vorstand durchgeführt. Die ESA nimmt eine vollwertige Funktion hinsichtlich der technischen Entwicklung ein. "Die Industrie hat die für diese Phase erforderlichen verschiedenen Studien vorangetrieben und Anwendergruppen haben ihre potentiellen Bedürfnisse, die möglicherweise die Anforderungen an die Systemleistung bestimmen, definiert", teilte die ESA mit. Das neue Büro wird Studien unter Wasser koordinieren und die Entscheidungen des Vorstands zur Leitung des Programms vorbereiten. Außerdem wird es technische Unterstützung für den Vorstand sowie für industrielle und wissenschaftliche Teams, die an Galileo arbeiten, bereitstellen, und so den Weg für Entscheidungen betreffend der Übergangs- und Durchführungsphase bereiten.