Förderung der europäischen audiovisuellen Industrie
Der Europäische Rat erwägt derzeit die Annahme eines von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Programms zur Stärkung und Unterstützung der audiovisuellen Industrie in Europa. Im Rahmen des Programms mit dem Titel MEDIA Plus würden die Entwicklung, der Vertrieb und die Öffentlichkeitsarbeit hinsichtlich europäischer audiovisueller Werke innerhalb und außerhalb der Europäischen Gemeinschaft gefördert werden. MEDIA Plus wäre eine Verlängerung des bereits bestehenden Programms MEDIA II und würde vom 1. Januar 2001 bis zum 31. Dezember 2005 laufen. Die Hauptziele sind: - eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen audiovisuellen Industrie durch Unterstützung von Entwicklung, Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit hinsichtlich audiovisueller Werke, unter Berücksichtigung der Fortschritte bei den neuen Technologien; - Wahrung der europäischen sprachlichen und kulturellen Vielfalt; - Aufwertung des europäischen audiovisuellen Erbes, insbesondere durch Digitalisierung und Vernetzung; - Entwicklung des audiovisuellen Sektors in Ländern und Regionen mit geringer audiovisueller Produktionskapazität und/oder geringer geographischer Ausdehnung oder kleinem Sprachgebiet; - Stärkung der Produktion und des Vertriebs insbesondere der KMU. Das von der Kommission für die Durchführung des Programms vorgeschlagene Budget beträgt 350 Millionen Euro. Empfänger einer Gemeinschaftshilfe würden nicht mehr als 50 Prozent der Kosten der jeweiligen Maßnahme erhalten. Das Programm würde der Beteiligung der assoziierten Länder Mittel- und Osteuropas sowie Zyperns, Maltas, der Türkei und der EFTA-Staaten, die Mitgliedsländer des EWR-Abkommens sind, offenstehen. Bevor der Rat eine Entscheidung trifft, werden die Stellungnahmen des Europäischen Parlaments und des Wirtschafts- und Sozialausschusses eingeholt.