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Strukturwandel fördert der Geschlechtergleichstellung in der Wissenschaft

Haupthindernis für die Gleichstellung der Geschlechter in der Wissenschaft ist das Management von Humanressourcen an den Forschungseinrichtungen. Ein EU-Team hat sich dieses Problems angenommen, um Forscherinnen eine bessere Zukunft zu sichern.

Gesellschaft

Das Projekt STAGES (Structural transformation to achieve gender equality in science) zielte auf den Strukturwandel und genderbewusstes Management auf allen organisatorischen Ebenen ab. Zu diesem Zweck setzte das Konsortium in Forschungsinstituten und Universitäten in Dänemark, Deutschland, Italien, den Niederlanden und Rumänien selbstentworfene Aktionspläne um. Diese konzentrierten sich auf ein frauenfreundliches Umfeld und förderten eine genderbewusste Wissenschaft sowie die Führungsrolle von Frauen in der Wissenschaft. Die Projektarbeit verhalf den Fortschritten und Chancen, die im Rahmen der 2011 eingeführten Strukturwandelstrategie der Europäischen Kommission gefördert wurden, zum Durchbruch und markierte einen Wendepunkt in der Bewältigung des Problems der geschlechtsbedingten Benachteiligung in der Wissenschaft. Die Rahmenregelungen für die Aktionspläne konzentrierten sich auf die Weiterentwicklung des Konzepts der institutionellen Gleichstellung der Geschlechter und die Förderung des Wandels in der Organisationskultur sowie des formellen und informellen Verhaltens. Zu den Maßnahmen zählte die Kommunikation mit relevanten Akteuren, um Wissen und Erfahrungen gemeinsam zu nutzen und auszutauschen, sowie die Bereitstellung technischer und andersartiger Unterstützung bei der Umsetzung und Bewertung der Maßnahmenpläne. Im Rahmen des Projekts wurden Kurse über Geschlechterfragen für Führungskräfte , Geschlechterquoten für Gremien und ein Tag der Forscherinnen (Women Researchers' Day) durchgeführt. Alle teilnehmenden Einrichtungen verabschiedeten einen Nachhaltigkeitsplan, der gewährleistet, dass die im Rahmen von STAGES eingeleiteten Maßnahmen fortgesetzt werden. Einige haben diese bereits in ihre gängigen Praktiken integriert und andere wurden dazu benutzt, um bestehende Pläne für Geschlechtergleichstellung und Diversität zu verbessern. Die Partner arbeiteten an der Ausprägung eines tiefgreifenderen Verständnisses der Dynamik rund um die Bemühungen um einen strukturellen Wandel durch Analyse, Überwachung und Bewertung der in den einzelnen Einrichtungen angeschobenen Prozesse. Diese Anstrengungen resultierten in einer Reihe von Leitlinien, die den Strukturwandel in Forschungsinstitutionen unterstützen. Die Leitlinien umfassen sieben Hauptbereiche: Erhebung von Daten über die Geschlechtergleichstellung und deren Überwachung, engagierte Mitarbeiterführung, Politikgestaltung und Institutionalisierung, Vernetzung und Ermächtigung von Frauen, um in Aktion zu treten, Integration von Genderfragen in Bildung und Forschung sowie Kommunikation und Außenwahrnehmung. Die Aktivitäten im Bereich Vernetzung, Verbreitung und öffentlicher Kommunikation haben auf die Projektarbeit aufmerksam gemacht, bringen den Austausch mit anderen, damit in Beziehung stehenden EU-finanzierten Projekten in Gang und fördern die Leitlinien. Weitere Aktivitäten waren ein Projekt-Newsletter sowie eine Halbzeit- und Abschlusskonferenz. Die Hauptprodukte des Projekts stehen auf der STAGES-Website zur Verfügung. Die Bemühungen im Rahmen des Projekts sowie auch der beteiligten Einrichtungen verbessern und ermöglichen den Strukturwandel, welcher der Geschlechtergleichstellung in der Wissenschaft in den europäischen Forschungseinrichtungen zugutekommt. Darin liegt das Versprechen auf eine höhere Beteiligung und den beruflichen Aufstieg von Frauen in der Forschung auf allen organisatorischen Ebenen sowie auf einen Beitrag zu einer insgesamt höheren Qualität der Forschung in Europa.

Schlüsselbegriffe

Strukturwandel, Forschungseinrichtungen, Gleichstellung der Geschlechter, Geschlechtergleichstellung, Gleichstellung von Frauen und Männern, Wissenschaft, Forscherinnen

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