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Inhalt archiviert am 2022-12-07

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Beratergruppe für ethische Fragen bereitet Stellungnahme zur Verwendung von Stammzellen vor

Die Beratergruppe für ethische Fragen bereitet zur Zeit eine Stellungnahme zur Erforschung und Verwendung menschlicher Stammzellen vor, die im Herbst dieses Jahres der Europäischen Kommission vorgelegt werden soll. Noelle Lenoir, die Vorsitzende der Beratergruppe für ethische ...

Die Beratergruppe für ethische Fragen bereitet zur Zeit eine Stellungnahme zur Erforschung und Verwendung menschlicher Stammzellen vor, die im Herbst dieses Jahres der Europäischen Kommission vorgelegt werden soll. Noelle Lenoir, die Vorsitzende der Beratergruppe für ethische Fragen, betonte in einer kürzlich stattgefundenen Konferenz am runden Tisch über die ethischen Aspekte und die Verwendung menschlicher Stammzellen die Notwendigkeit der weiteren Erforschung der menschlichen Stammzellen, die, neben der Post-Genomforschung, in Therapien resultieren könnte. Es seien jedoch die bei derartigen Forschungsarbeiten auftretenden bedeutenden ethischen Probleme zu berücksichtigen und gründlich zu erwägen. An der Konferenz am runden Tisch, die einen Beitrag zu der in Vorbereitung befindlichen Stellungnahme der Beratergruppe leisten wird, nahmen Vertreter der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments teil. Auf den Treffen wurden Hoffnungen und Zweifel wie auch die Besorgnis hinsichtlich des Dialogs der Forscher mit den Patienten laut: "Die Forscher kommunizieren nur mit anderen Forschern", beklagte sich Dietmar Wessel, Vertreter eines deutschen Patientenverbandes für Parkinson-Kranke. "Der Patient wird auf die Rolle eines geduldeten Studienobjekts beschränkt, das manchmal als Vorführobjekt auf einer Konferenz von Nutzen sein kann, wenn ein spektakulärer medizinischer Erfolg bekanntgegeben wird." Heute jedoch, fuhr er fort, erwarteten die Patienten von den Forschern Begründungen und Erläuterungen ihrer oftmals aus öffentlichen Mitteln finanzierten Arbeit. "Die Patienten müssen als Partner und nicht als Studienobjekte betrachtet werden", forderte er. Die Beratergruppe für ethische Fragen wird ihre Stellungnahme voraussichtlich Ende September veröffentlichen. Ziel ist es, die Frage anzugehen, wie die Forschung in die Lage versetzt werden kann, den bestmöglichen Weg zum Schutz des menschlichen Lebens und zur Erfüllung der Erwartungen der Patienten einzuschlagen, während gleichzeitig auf eine klarere Unterscheidung zwischen Embryos und "totipotenten" Zellen, die als Forschungsobjekte nicht in Frage kommen, und "pluripotenten Stammzellen", die tatsächlich verwendet werden können, hingearbeitet wird.

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