Reststrahlung aus Frühphase des Universums klar im Blick
Das Verstehen und Messen der astrophysikalischen Vordergrundstrahlung, etwa der diffusen galaktischen Emissionen, ist zu einem wichtigen Thema n der CMB-Datenanalyse geworden. Zukünftige, ultraempfindliche CMB-Experimente sollen polarisierte Gravitationswellen nachweisen, die ihren Ursprung in der kosmologischen Inflation haben. Deren B-Modus-Polarisation ist jedoch sehr schwach und erfordert eine Präzision von mehr als 1 Mikrokelvin. Das EU-finanzierte Projekt "Accurate foreground characterisation for future CMB experiments" (CMBFOREGROUNDS) spielte eine wichtige Rolle bei der Anwendung von Beobachtungen und Datenanalysen aus mehreren CMB-/Vordergrund-Experimenten. Ziel war die Messung und Entfernung von Vordergrundemissionen, wozu eine Kombination der Daten von mehreren Instrumenten erforderlich war, um zuverlässige B-Modus-Messungen zu erzielen. CMBFOREGROUNDS verfügte über den nötigen Hintergrund (aus weiteren Projekten, an denen die koordinierende Institution beteiligt war), um den Ground-Spillover-Nebeneffekt zu verstehen, der eine große Einschränkung für die Erstellung von Polarisationskarten darstellt. Das Projekt will außerdem auf Basis einiger erster CMB-Karten, welche die schwache Synchrotronemission zeigen, zuverlässige Darstellungen für die kommenden zwei Jahre bereitstellen. Es wurde ein wissenschaftlicher Artikel vorbereitet, der eine erste Analyse der Hauptbestandteile der diffusen galaktischen Vordergrundstrahlung beinhaltet, die man durch Kombination der neuesten Mikrowellenvermessungen des gesamten Himmels erhält.