Wissenschaftlicher Lenkungsausschuss berät zu BSE
Der wissenschaftliche Lenkungsausschuss der Europäischen Union hat Maßnahmen vorgestellt, mit denen verhindert werden soll, dass nach einem BSE-Ausbruch unnötigerweise gesunde Tiere geschlachtet werden. Der Ausschuss veröffentlichte am 21. September eine Stellungnahme, in der Ländern außer dem Vereinigten Königreich Empfehlungen zum Umgang mit einem BSE-Ausbruch in ihrem Land gegeben werden. In den meisten Ländern mit relativ wenigen BSE-Fällen wurde bisher die Schlachtung aller Tiere der entsprechenden Herde angeordnet. Der Ausschuss verweist nun darauf, dass dieser Politik unnötigerweise zahlreiche gesunde Tiere zum Opfer fielen, die sich kaum mit BSE infiziert haben können. Im Gegensatz zu den meisten Infektionskrankheiten werde BSE nicht von einem zum anderen Tier übertragen, sondern durch infiziertes Futter. Daher infizierten sich am ehesten die Tiere, die das gleiche Futter wie das BSE-infizierte Tier erhalten haben; dies gelte insbesondere für Kälber, die ungefähr zur gleichen Zeit geboren wurden. Nach Angaben des Ausschusses biete die Schlachtung der Tiere eines Jahrgangs daher denselben Schutz vor zukünftigen BSE-Fällen wie die derzeitige Praxis, jedoch zu einem Drittel der Kosten.