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Safeguarding Water resources in INdia with Green and Sustainable technologies

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Nachhaltige Abwasserbehandlungen sind Trumpf

Ein EU-Team hat gezielt für den indischen Markt eine Kombination ökologisch effizienter Abwasserbehandlungstechnologien entwickelt. Die Gruppe stellte anaerobe und solare Aufbereitungssysteme sowie Pflanzenkläranlagen (constructed wetlands) her.

Klimawandel und Umwelt
Lebensmittel und natürliche Ressourcen

Indien hat mit einer Wasserkrise zu kämpfen, was seine Ursache insbesondere in der Belastung der natürlichen Gewässer mit unbehandelten Abwässern hat. Unter dem Einfluss des Klimawandels und der Bevölkerungszunahme kann sich die Situation nur verschlechtern, aber neue Technologien oder Praktiken zur Abwasserreinigung könnten diesen Druck verringern. Das von der EU finanzierte Projekt SWINGS (Safeguarding water resources in India with green and sustainable technologies) sollte nun die erforderlichen Maßnahmen entwickeln. Zu den Zielen gehörten kostengünstige Wasserwiederverwendungs- und -behandlungstechnologien einschließlich anaerober Vergärung und Pflanzenkläranlagen. In Kombination verwendete Technologien dieser Art brauchen keine Energie und werden daher als nachhaltig betrachtet. Die beiden Technologien sollten um kostengünstige Einheiten zur solaren Desinfektion ergänzt werden. Das Konsortium musste aufgrund von Verzögerungen bei der Bereitstellung von Geldern der indischen Regierung, die für die Pilotanlagen bestimmt waren, Rückschläge hinnehmen. Die Situation erforderte eine Abänderung der Projektziele und verzögerte zudem den Zeitplan. Dem Projekt gelangen jedoch Entwurf, Bau und Realisierung des anaeroben Systems, horizontaler und vertikaler Pflanzenkläranlagen sowie von Solardesinfektionssystemen. Das Team vollendete fünf kleine und große Pilotaufbereitungsanlagen. Im folgenden Bild ist die große Abwasserbehandlungsanlage dargestellt. Mit der Auslegung der Systeme wollte man einen biochemischen Sauerstoffbedarf (BSB) von 80 bis 90 %, einen chemischen Sauerstoffbedarf (CSB) von 70 bis 80 % und eine Entfernung von Nährstoffen, vor allem Stickstoff und Phosphor, in der Größenordnung von 40 bis 60 % erzielen. Die Durchsatzmenge an behandeltem Wasser kann bis zu 1 000 Liter pro Stunde betragen. Im Rahmen der Projektarbeit wurde außerdem ein Entscheidungshilfesystem, das Hilfestellung bei der Auswahl und Optimierung von Behandlungsmöglichkeiten geben soll, sowie ein nachhaltiges Erregerüberwachungsverfahren erstellt. Die Ergebnisse von SWINGS werden Indien eine Hilfe dabei sein, weitaus mehr Abwasser als derzeit aufzubereiten und somit die natürliche Umwelt und die menschliche Gesundheit positiv zu beeinflussen. Indien wird einen sehr starken Markt für die neuen Technologien darstellen, wobei auch die EU ein zwar geringerer, aber immer noch wesentlicher Markt ist.

Schlüsselbegriffe

Abwasseraufbereitung, Abwasserbehandlung, Behandlungstechnologien, Aufbereitungstechnologien, Indien, nachhaltige Technologien, constructed wetlands, Pflanzenkläranlagen, Desinfektion

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