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Inhalt archiviert am 2022-12-07

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Weltraumsystembetreiber unterzeichen internationale Charta zur Zusammenarbeit

Ab dem 1. November werden die Europäische Weltraumorganisation (ESA), das Centre National d'Etudes Spatiales (CNES, Frankreich) und die Canadian Space Agency (CSA) Nothilfe bei Naturkatastrophen in aller Welt leisten. Im Anschluss an ein am 25. Oktober unterzeichnetes Abkommen...

Ab dem 1. November werden die Europäische Weltraumorganisation (ESA), das Centre National d'Etudes Spatiales (CNES, Frankreich) und die Canadian Space Agency (CSA) Nothilfe bei Naturkatastrophen in aller Welt leisten. Im Anschluss an ein am 25. Oktober unterzeichnetes Abkommen haben die Weltraumsystembetreiber eine 24-Stunden-Hotline mit einer ausschließlich für befugte Benutzer zugänglichen Geheimnummer eingerichtet. Sobald eine Naturkatastrophe eintritt, können die Länder in aller Welt Kontakt mit einem Betreiber in den ESA-Büros bei ESRIN in Italien aufnehmen, der umgehend die diensthabenden Ingenieure bei der ESA, dem CNES oder der CSA benachrichtigt. "Der Ingenieur wird daraufhin verschiedene Weltraumeinrichtungen der drei Agenturen zur Unterstützung für das von der Katastrophe betroffene Land einsetzen", so die ESA. Dazu gehören: Erdbeobachtungsdaten von SPOT, Radarsat, ERS und demnächst Envisat, Telemedizin- und Navigationseinrichtungen (z.B. zur Verfolgung von Treibbojen, die einen Ölteppich markieren), Bodeninfrastrukturen und Archivbilder. Nach ihrer Inbetriebnahme werden auch die Kommunikationssatelliten Artemis und Stentor dem betroffenen Land für die Datenübermittlung zur Verfügung stehen. Die Hilfe umfasst die Bereitstellung, Verarbeitung und Interpretation der Satellitendaten. Das Abkommen beruht auf der vor kurzem vereinbarten International Charter on Space and Major Disasters (Internationale Charta über den Weltraum und Großkatastrophen). Es soll die Zusammenarbeit zwischen Weltraumsystembetreibern im Falle von natürlichen oder technischen Katastrophen fördern. "Die Charta steht Satellitenbetreibern in aller Welt zur Unterzeichnung offen", so die ESA. "Alle Partner verpflichten sich zur Zusammenarbeit auf freiwilliger, unentgeltlicher Basis."

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