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Inhalt archiviert am 2022-12-07

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Neues Wissen, neue Arbeitsplätze, neue Probleme?

Die sozialen Auswirkungen der Informationsgesellschaft waren Diskussionsgegenstand auf der Konferenz "New knowledge, new jobs" (Neues Wissen, neue Arbeitsplätze) des europäischen und des französischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (WSA) am 8. November in Paris. Delegierte...

Die sozialen Auswirkungen der Informationsgesellschaft waren Diskussionsgegenstand auf der Konferenz "New knowledge, new jobs" (Neues Wissen, neue Arbeitsplätze) des europäischen und des französischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (WSA) am 8. November in Paris. Delegierte der nationalen Wirtschafts- und Sozialräte sowie Vertreter gesellschaftlicher Organisationen Europas wiesen auf die sozialen Spaltungen hin, welche die neue Technologie mit sich zu bringen droht, und drängten die Politiker, die raschen Veränderungen innerhalb der Gesellschaft zur Kenntnis zu nehmen sowie die mit den neuen Technologien verbundenen Sorgen und Herausforderungen in den Griff zu bekommen. Mehrere Teilnehmer forderten eine bessere Ausbildung und Finanzierung. "Die Möglichkeiten für Innovationen in Industrie und Gesellschaft können nur dann effektiv und sozial verantwortlich genutzt werden, wenn alle Beteiligten gemeinsame Anstrengungen unternehmen, das Wissensniveau und die Grundkenntnisse aller zu verbessern und auszuweiten. Die Wissensgesellschaft bietet neue Chancen für Wachstum und Beschäftigung. Gleichzeitig können neue soziale Risiken und damit ein größeres Bedürfnis nach Solidarität insbesondere mit den gefährdetsten Personengruppen entstehen", heißt es in einer Erklärung zur Konferenz, die dem französischen Minister für europäische Angelegenheiten, Pierre Moscovici, vorgelegt wurde. Dieser nahm im Namen der französischen Präsidentschaft der Europäischen Union an der Veranstaltung teil. Das ehemalige Mitglied der Kommission und jetzige Mitglied des Oberhauses im Vereinigten Königreich, Lord Ralf Dahrendorf, erklärte, dass die sogenannte "digitale Trennung" nicht durch Ausbildung zu überwinden sei. Gut ausgebildete Arbeitnehmer der Wissensgesellschaft würden ihre Kinder dazu anhalten, nützliche Qualifikationen zu erwerben, der Rest jedoch, eine ebenso große Zahl, werde wahrscheinlich auf der Strecke bleiben, so Lord Dahrendorf. Jacques Delors, der ehemalige Präsident der Europäischen Kommission, wies auf Probleme für den landwirtschaftlichen Sektor und ältere Industriezweige hin. Ältere Arbeitnehmer hätten Schwierigkeiten mit dem Verständnis neuer Technologien, und das europäische Gesellschaftsmodell sei in gewissem Maße durch die Fortschritte in diesem Bereich gefährdet, so Delors. Claude Allègre, Direktor des Institute of Global Physics, umriss die Schwierigkeiten für diejenigen, die neue Technologieunternehmen gründen möchten. Er betonte das langsame Tempo der Finanzierung neuer Technologieunternehmen und drängte die Union auf eine verbesserte Koordination von Forschungsprogrammen, so dass die Leiter der Programme Gelegenheit haben, sich zu treffen und ihre Aufzeichnungen zu vergleichen.

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