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Inhalt archiviert am 2022-12-07

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Kommission fordert EU-weiten BSE-Test für alle älteren Rinder

Nach erneuten Befürchtungen hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit bei Rindfleisch in der EU ist die Europäische Kommission am 15. November zusammengetroffen, um einen BSE-Test für sämtliche älteren Rinder in der EU zu diskutieren. Die Kommission hat bei dieser Gelegenheit di...

Nach erneuten Befürchtungen hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit bei Rindfleisch in der EU ist die Europäische Kommission am 15. November zusammengetroffen, um einen BSE-Test für sämtliche älteren Rinder in der EU zu diskutieren. Die Kommission hat bei dieser Gelegenheit die Betroffenen daran erinnert, dass die umfangreichen Maßnahmen, die bereits auf den Weg gebracht bzw. in vollem Umfang durchgeführt wurden, ausreichen, um ein hohes Maß an Volksgesundheit und Sicherheit zu gewährleisten. Sie hat jedoch auch anerkannt, dass nunmehr weitere Maßnahmen erforderlich sind, um das Vertrauen der Verbraucher wiederherzustellen. Mit dieser Absicht wurde im Ständigen Veterinärausschuss ein umfassendes Programm für EU-weite BSE-Tests diskutiert. EU-Landwirtschaftskommissar Franz Fischler und EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz David Byrne wurden vom Kollegium der Kommissionsmitglieder beauftragt, die Optionen für ein solches Programm am 20. und 21. November mit den Mitgliedstaaten vor dem Agrarrat zu prüfen. Man hofft, dass den Verbrauchern mit dieser Initiative die nötigen Sicherheiten gegeben werden können. Fischler wurde am 15. November ferner beauftragt, zur Unterstützung des Rindfleischmarktes eine Regelung für die private Lagerhaltung vorzuschlagen. Dieser Vorschlag wird dem Verwaltungsausschuss für Rindfleisch am 17. November zur Stellungnahme vorgelegt. Byrne hat die Mitgliedstaaten bereits aufgerufen, mit dem genehmigten EU-weiten Testprogramm bei kranken Tieren viel früher zu beginnen. Die vorgeschlagenen Tests sollen ab einem bestimmten Alter an allen Rindern durchgeführt werden, da wegen der langen Inkubationszeit von BSE nur Rinder ab einem bestimmten Alter klinische BSE-Symptome entwickeln. "Eine der wichtigsten Lektionen, die ich im Umgang mit BSE gelernt habe, ist die, dass sich das politische Establishment bei diesen Fragen der Öffentlichkeit gegenüber absolut transparent zeigen muss. Es darf keine geheimen Agenden geben. Keine verzerrten Darstellungen. Keine falschen Zusicherungen", so EU-Kommissar Byrne. "Unsere Aktionen müssen von Transparenz, Information und einem offenen Dialog geprägt sein. Wir müssen die Risiken und die Schutzmaßnahmen, die wir im Umgang mit diesen Risiken eingeführt haben, bekannt geben. Auf Gemeinschaftsebene haben wir ein umfassendes Kontrollmaßnahmenpaket auf den Weg gebracht, und ich bin davon überzeugt, dass mit diesem Paket das Risiko auf ein sehr niedriges Niveau gebracht wird. Das geplante Programm wird den Verbrauchern gegenüber mehr Informationen und Transparenz bieten und unsere Kontrollmaßnahmen weiter ausbauen." EU-Kommissar Fischler fügte hinzu: "Ich bin mir des immensen Vorbehaltes der Öffentlichkeit angesichts des Ausmaßes dieser Krankheit in unserem Rinderbestand durchaus bewusst. Es liegt in unserer Verantwortung, diesen Vorbehalt sehr ernst zu nehmen, und zwar sowohl auf nationaler als auch auf Gemeinschaftsebene. Ich bin überzeugt, dass die Landwirte mit mir darin übereinstimmen, dass es von größter Wichtigkeit ist, das Vertrauen der Öffentlichkeit in Rindfleischprodukte wiederherzustellen." Durch die Einführung eines von der Europäischen Kommission festgelegten Post-Mortem-Tests hat es eine erhebliche Zunahme bei der Ermittlung von BSE-Fällen gegeben. Am alarmierendsten sind die Zahlen in Frankreich, wo in diesem Jahr - gegenüber dem Vorjahr mit 31 BSE-Fällen - bislang 99 Fälle von BSE registriert wurden. In anderen Mitgliedsländern, insbesondere in Irland und Belgien, ist der Anstieg etwas geringer ausgefallen. In Frankreich hat die Panik der Verbraucher zu einem 40prozentigen Einbruch beim Rindfleischverzehr geführt, was die französische Regierung veranlasst hat, eine Reihe neuer Schutzmaßnahmen einzuführen, allen voran ein vorläufiges Fütterungsverbot für Fleisch- und Knochenmehl an sämtliche Tiere.

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