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Inhalt archiviert am 2022-12-07

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Forschungsmaßnahme mit Mitteln der EU bringt einen neuen hochfesten Stahl hervor

Ein Konsortium, in dem Partner aus Deutschland, Schweden, Spanien und Frankreich vertreten sind, hat im Rahmen des BRITE/EURAM-2-Programms unter dem Dritten Rahmenprogramm der Europäischen Kommission einen hochfesten nickelfreien Sinterstahl entwickelt, der von der Industrie b...

Ein Konsortium, in dem Partner aus Deutschland, Schweden, Spanien und Frankreich vertreten sind, hat im Rahmen des BRITE/EURAM-2-Programms unter dem Dritten Rahmenprogramm der Europäischen Kommission einen hochfesten nickelfreien Sinterstahl entwickelt, der von der Industrie begeistert aufgenommen wurde. Er ist bereits bei dem schwedischen Unternehmen Höganäs AB im Einsatz. Das Projekt "Entwicklung eines umweltverträglichen hochfesten Sinterstahls für die Massenfertigung" verfügte über ein Budget von 3.696.000 Euro, von dem die Hälfte von der Europäischen Kommission bereitgestellt wurde. Stark belastete Teile wie Getriebehebel, Synchronkörper und Kettenräder werden bisher noch unter Verwendung hochfester nickelhaltiger Legierungen hergestellt, die jedoch für Mensch und Umwelt schädlich sind. "Wir haben eine ganze Reihe von Legierungen untersucht", so Dr. Klaus Lipp, Projektkoordinator am Fraunhofer-Institut in Darmstadt, das das Projekt leitet. "Die Materialien mussten den Anforderungen nickelhaltiger Legierungen entsprechen. Das heißt, sie müssen den Stahl fest machen, sich beim Erhitzen im Ofen verbinden und für die Massenfertigung in herkömmlichen Sinteröfen verarbeitet werden können." Um die Qualität der Legierung beurteilen zu können, testete das Team, wie sich hochbelastete Bauteile aus dem neuen Material verhalten. Sie untersuchten beispielsweise, unter welcher Last sie brechen oder welche Verschleißerscheinungen auftreten. Nach Dr. Lipp kann die neue nickelfreie Sinterlegierung die nickelhaltigen Legierungen ersetzen, wobei sie gleichzeitig weit bessere Eigenschaften als diese aufweist. Die Bauteile zeichnen sich durch eine teilweise bis zu 50 Prozent höhere Schwingfestigkeit aus, der neue Werkstoff lässt sich wesentlich besser verarbeiten und reduziert außerdem die Umweltbelastung und die Gesundheitsgefährdung von Personen in der metallverarbeitenden Industrie erheblich.

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