Wissenschaft des "Sandhaufen"-Phänomens hilft bei Fragen im Bereich Fusionsplasma
Nach Aussagen von Physikern der University of Warwick (Vereinigtes Königreich) und Wissenschaftlern des EURATOM/UKAEA-Fusionsforschungsprogramms am Culham Science Centre haben sie eine neue "einfache und elegante Methode" gefunden, um mithilfe der Wissenschaft des "Sandhaufen"-Phänomens ein klares Modell davon zu erhalten, wie sich ein Fusionsplasma "selbst organisiert" und damit einen superstabilen Zustand annimmt. Das Ergebnis könnte sich als der Schlüssel zur Stromerzeugung aus Fusionsplasma erweisen. "Dieses Ergebnis ist deshalb von Bedeutung, weil es eine relativ einfache Verbindung zwischen Weltraumplasmen, astrophysischen und Fusionsplasmen und deren Gesamteinschlusseigenschaften veranschaulicht. Darüber hinaus ist es ein eindeutiges und willkommenes Beispiel für die Einheitlichkeit der Physik", so die Forscher der University of Warwick. Das Team der University of Warwick und des Culham Science Centres nutzte die Sandhaufenmodellierung für die Lösung des Problems des Einschlusses von stabilem Plasma. Sie stießen auf einen numerischen "Sandhaufen", der durch die Nachahmung der Selbstorganisation des Fusionsplasmas in einen enorm stabilen "H-Modus" gelangt und dabei ein so einfaches Modell erzeugt, dass eine ausführliche theoretische Analyse möglich ist. Ein Bericht mit Einzelheiten über den Ansatz der Physiker wird am 19. März 2001 in der Fachzeitschrift Physical Review Letters veröffentlicht. Unterstützt wurde diese Arbeit in Warwick vom britischen Particle Physics and Astronomy Research Council und in Culham von EURATOM und dem Ministerium für Handel und Industrie.