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Sichereres Sonnenbaden

Dank eines Systems, das vom KNMI (Royal Netherlands Meteorological Institute - Königliches Meteorologisches Institut der Niederlande) im Rahmen des Programms "Data User" (Datenbenutzer) der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) entwickelt wurde und extrem genaue Wettervorhersage...

Dank eines Systems, das vom KNMI (Royal Netherlands Meteorological Institute - Königliches Meteorologisches Institut der Niederlande) im Rahmen des Programms "Data User" (Datenbenutzer) der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) entwickelt wurde und extrem genaue Wettervorhersagen einschließlich Informationen über Ozon liefern kann, könnte das Sonnenbaden sehr viel sicherer werden. Der Dienst "fast ozone profile" (Schnelles Ozonprofil) ist ein einzigartiger Dienst, der Satellitendaten für leistungsstarke Hochgeschwindigkeitsberechnungen nutzt. Er kann innerhalb weniger Stunden eine dreidimensionale Karte des Ozons in der Atmosphäre weltweit erstellen, berichtet die ESA. Durch die Geschwindigkeit des neuen Dienstes können Warnungen weit schneller verbreitet werden. Dadurch werden Vorhersagen potenzieller Gefahren aufgrund von ultravioletten Strahlen viel genauer und das Risiko eines Sonnenbrands oder von Hautkrebs herabgesetzt, so die ESA weiter. "Der Hauptgrund für die Bereitstellung dieses Dienstes ist eine bessere Wettervorhersage", so Ronald van der A, leitender Projektwissenschaftler beim KNMI. "Ozon bewegt sich mit dem Wind in der hohen Atmosphäre - wir nennen es einen stratosphärischen Indikator. Da wir diese dreidimensionalen Profile schnell erstellen können, können wir Bewegungskarten aus einer Serie von Schnappschüssen schaffen und so das Verhaltensmodell der Stratosphäre viel genauer ausgestalten." Obgleich es drei Tage dauert, bis die Erdoberfläche abgedeckt ist, kann durch die nahezu in Echtzeit erfolgte Verarbeitung ein vollständiges globales Bild im gleichen Zeitrahmen zur Verfügung gestellt werden, was einen großen Vorteil gegenüber vorherigen Bemühungen darstellt. "Genauso", fügt Ronald van der A hinzu, "können wir aufgrund unserer schnellen Bestimmung von sich entwickelnden Ereignissen - zum Beispiel im Fall eines entstehenden Lochs - Wissenschaftler vor Ort alarmieren, die das Ereignis dann Stunde für Stunde unter Verwendung von Geräten, die sich an Bord speziell aufgelassener Ballone, sogenannte Sonden, befinden, überwachen können." Der Dienst ist jetzt in Betrieb und liefert Ozonprofile an Wissenschaftler aus ganz Europa. Professor van der A fügte hinzu, dass der Dienst nach dem Start von Envisat fortgesetzt wird und dass das SCIAMACHY-Instrument an Bord von Envisat die Qualität des Dienstes durchaus weiter verbessern könnte.

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