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Inhalt archiviert am 2022-12-21

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Japan beteiligt sich mit Europa und den USA am Riesenteleskop ALMA

Forscher aus Europa, Japan und den USA haben eine Zusammenarbeit beim Bau und Betrieb eines Riesen-Radioteleskops vereinbart. Darüber hinaus ist die Republik Chile beteiligt, wo das Teleskop aufgestellt werden soll. Das geplante "Large-Millimetre-/Submillimetre-Array" (ALMA) ...

Forscher aus Europa, Japan und den USA haben eine Zusammenarbeit beim Bau und Betrieb eines Riesen-Radioteleskops vereinbart. Darüber hinaus ist die Republik Chile beteiligt, wo das Teleskop aufgestellt werden soll. Das geplante "Large-Millimetre-/Submillimetre-Array" (ALMA) in der Wüste Atacama wird über ein Radioteleskop verfügen, das aus 64mobilen Antennen mit jeweils 12Meter Durchmesser besteht, die sich auf 14Kilometer verteilen. "Werden alle Antennen gemeinsam auf ein Himmelsobjekt gerichtet und alle von den Antennen empfangenen Signale mit einem superschnellen digitalen Signalprozessor zusammengefügt, erreicht das Riesenauge eine Bildauflösung, die zehnmal besser als die des Hubble-Teleskops ist", so ein Sprecher des Europäischen Südlichen Observatoriums (ESO). "Die Gesamtfläche aller 64Antennen, die Signale von Himmelsobjekten sammeln, ist 40 mal so groß wie bei den Submillimeter-Teleskopen, die den Astronomen zurzeit zur Verfügung stehen." ALMA wird 5000Meter über dem Meer auf einem Andenplateau in der Nähe der Wüste Atacama im Norden Chiles errichtet. Dieser Standort wurde auf Grund seines außergewöhnlich trockenen Klimas gewählt, das für die Sternenbeobachtung bei kurzen Licht-Wellenlängen (zwischen Radio- und Ferninfrarot-Wellen) am besten geeignet ist. Die Forscher hoffen, dass das Teleskop wertvolle Bilder liefern wird, die eine bedeutende Bereicherung für alle Gebiete der Astrophysik darstellen. "Die wichtigsten Ziele sind die am weitesten entfernten und somit jüngsten Galaxien während ihrer Entstehung im noch jungen Universum", wie ein ESO-Sprecher sagte. "In unserer Galaxis soll ALMA die Morphologie, die Bewegungen und die Chemie von in einen Staubnebel gehüllten Regionen untersuchen, wo die Sterne und Planeten entstehen." ALMA ist die Schnittstelle von drei laufenden Großprojekten - dem US-amerikanischen Millimetre Array (MMA), dem europäischen Large Southern Array (LSA) und dem japanischen Large Millimetre Submillimetre Array (LMSA). Entwicklung und Gestaltung von ALMA begannen 1999 mit der Fusion des US-amerikanischen und des europäischen Projekts. Auf US-Seite arbeitet auch der kanadische Nationale Forschungsrat am Projekt mit. Das Teleskop dürfte im Jahr 2010 voll einsatzbereit sein.

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