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Inhalt archiviert am 2022-12-21

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Plymouth sondiert neue Lösung zur Stromerzeugung

Mit großem Interesse betrachten britische Forscher ein Objekt, das sich am Eingang des Plymouth Sound an der britischen Südküste befindet. Bei der 4,5 Meter langen und 12 Meter tiefen Struktur handelt es sich nicht um ein bisher unbekanntes Seemonster, sondern um eine speziell...

Mit großem Interesse betrachten britische Forscher ein Objekt, das sich am Eingang des Plymouth Sound an der britischen Südküste befindet. Bei der 4,5 Meter langen und 12 Meter tiefen Struktur handelt es sich nicht um ein bisher unbekanntes Seemonster, sondern um eine spezielle neue Vorrichtung zur Stromerzeugung durch die Nutzung der Energie der Spitze einer Welle. Wissenschaftler der Universität Plymouth begannen im Januar 1999 mit der Entwicklung der neuen hydroelektrischen Anlage. Dabei erhielten sie Unterstützung aus dem Programm CRAFT der Europäischen Kommission. Das Team in Plymouth hat in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus ganz Europa einen neuen Ansatz an das Problem des Auffangens und des Speicherns von Wellenergie erarbeitet. Die Vorrichtung, die inzwischen von dem britischen KMU (kleine und mittlere Unternehmen) Embley Energy ltd patentiert wurde, basiert auf Wassersäulen, die mit den Wellen hin- und herpendeln, sodass die über den Wassersäulen befindliche Luft eine Turbine antreibt, die Strom erzeugt. "Obwohl sie sich noch im Versuchsstadium befindet, deuten die bisher durchgeführten Untersuchungen darauf hin, dass die Anlage Elektrizität effizienter und in größerer Menge erzeugen wird, als dies bei früheren Versuchen der Fall war", so das Team aus Plymouth. "Im Gegensatz zu vielen anderen Anlagen handelt es sich im Grunde um eine frei schwimmende Boje; damit kann sie sich nicht nur mit den Wellen bewegen und stürmischen Bedingungen besser widerstehen, sondern ist auch hinsichtlich ihres Standortes weniger Einschränkungen unterworfen." Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese Technik zur Stromerzeugung auf abgelegenen Inseln und Offshore-Anlagen eingesetzt werden kann, deren Bewohner bisher noch auf teure althergebrachte Energiequellen angewiesen sind. "Meereswellen sind eine erneuerbare Ressource, und die Wellenenergietechnik kann eine saubere, angenehme und kostenwirksame Alternative bieten", empfiehlt das Forschungsteam. Langfristig könnte die mittels dieser Technologie erzeugte Energie zur Versorgung von Küstenstädten, zur Deckung des regionalen Energiebedarfs und schließlich als Ergänzung des nationalen Verbundnetzes dienen, ohne dass Schadstoffe oder giftige Rückstände anfallen. Das Forschungsteam wird in den nächsten sechs Monaten das Gerät mittels der an ein Labor an Land übermittelten Daten überwachen und prüfen.

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