Skip to main content
Weiter zur Homepage der Europäischen Kommission (öffnet in neuem Fenster)
Deutsch Deutsch
CORDIS - Forschungsergebnisse der EU
CORDIS

Article Category

Inhalt archiviert am 2022-12-21

Article available in the following languages:

Kommission legt Vision für die Rolle der GFS im EFR fest

In ihrer neuesten Mitteilung an den Rat und das Europäische Parlament, die den Titel "Fulfilling the JRC's mission in the European Research Area [ERA]" ("Die Erfüllung der Aufgabe der GFS im Europäischen Forschungsraum [EFR]") trägt, skizziert die Kommission eine schlankere, f...

In ihrer neuesten Mitteilung an den Rat und das Europäische Parlament, die den Titel "Fulfilling the JRC's mission in the European Research Area [ERA]" ("Die Erfüllung der Aufgabe der GFS im Europäischen Forschungsraum [EFR]") trägt, skizziert die Kommission eine schlankere, fokussiertere, flexiblere und besser vernetzte Gemeinsame Forschungsstelle (GFS). Das Dokument ist die Antwort auf die Aufforderung des Rates der Forschungsminister an die Kommission vom November letzten Jahres, eine Mitteilung über die vielen Facetten der GFS, ihre Methoden, Verbindungen, Humanressourcen und Kontakte zu Nutzern vorzulegen. Die Hauptbereiche, um die es darin geht, sind die Fokussierung und Konzentration der Aktivitäten der GFS, die Stärkung und Ausweitung ihrer Nutzerkreise, Orientierung und Grundlagen, strategische Ausweitung der Kooperation mit externen Partnern und eine effizientere Gestaltung ihres Managements. Laut der Mitteilung hat die GFS zweierlei Aufgaben: Erstens, den politischen Entscheidungsprozess durch Bereitstellung einer breiten Palette an spezifischen Wissenschafts- und Technologiedienstleistungen (z.B. technische Unterstützung für politische Fragen, Umsetzung der Politik, Forschung, Überwachung und die Fähigkeit, auf Krisen zu reagieren) zu unterstützen, und zweitens, zur Entwicklung und zum Betrieb von wissenschaftlichen europäischen Referenzsystemen für politische Entscheidungen beizutragen. Dazu zählt auch die Unterstützung in den jeweiligen Netzen für Spitzenforschung. Dies reicht von der Rolle eines Moderators bis hin zur Validierung von Forschungsmethoden und -ergebnissen. Ein besonders wichtiger Bereich ist die Unterstützung der Beitrittsländer bei der Erlangung geeigneter wissenschaftlicher Werkzeuge, Methoden und Fortbildungen. Bei der Neubewertung der Hauptaufgaben der GFS gilt es sicherzustellen, dass sie bei ihren Kernkompetenzen bleibt, da eine zu große Ausweitung der Aufgaben weder großen Nutzen bringt, noch die begrenzten Ressourcen sinnvoll einsetzt. Zu diesem Zweck skizziert die Kommission in ihrer Mitteilung drei Kompetenzsäulen, welche die Schwerpunkte der Arbeit bilden sollen: - Lebensmittel, chemische Produkte und Gesundheit - Umwelt und Nachhaltigkeit - nukleare Sicherheit Zusätzlich dazu werden horizontale Kompetenzen zur Unterstützung dieser Bereiche vorgestellt. Diese umfassen die Erstellung von Referenzmaterialien und -messungen sowie die Entwicklung von Risikomanagement-Instrumenten für eine verbesserte Verfahrenssicherheit und öffentliche Sicherheit, wie beispielsweise der Kampf gegen Betrug. Ein wichtiger Schwerpunkt muss ferner auf die Nutzung der Humanressourcen der GFS gelegt werden. Zu diesem Zweck wurde eine Untersuchung durchgeführt, die zu dem Ergebnis kam, dass 175 Stellen abgebaut werden müssen. Ein Teil der Untersuchung konzentrierte sich insbesondere auf das Institut für Fortgeschrittene Werkstoffe in Petten; hier "wurde ein realistisches Potenzial für eine verstärkte Fokussierung und Konzentration festgestellt." Ein Großteil der Mitteilung ist der Stärkung der Verbindungen der GFS mit Nutzern und Interessengruppen gewidmet. Es werden diesbezüglich mehrere Empfehlungen gegeben, sowohl was die Intensivierung der Kontakte mit bestehenden Gruppen, als auch die Schaffung von Verbindungen mit neuen Gruppen betrifft. Zu den derzeit vorhandenen Interessengruppen zählen das Europäische Parlament und der Rat. Die Kommission plant, die Beziehungen zwischen der GFS und dem Parlament durch die Initiierung einer Reihe von Treffen mit den relevanten Ausschüssen zu stärken. Die Kommission ist der Hauptnutzer der GFS, gefolgt von anderen internationalen Partnern, Regulierungsbehörden und den Beitrittsländern. In der Mitteilung werden diese Länder wiederum besonders erwähnt: "Es sollten vermehrte Anstrengungen unternommen werden, um sie so weit wie möglich in die Aktivitäten der GFS zur Umsetzung und Überwachung des Gemeinschaftsrechts zu integrieren." Es soll eine Prüfung der Verbindungen mit nationalen Regulierungsbehörden und/oder Agenturen zur praktischen Umsetzung vorgenommen werden. Diese soll insbesondere das Dreiecksnetzwerk zwischen der GFS, der für die Politik zuständigen GD der Kommission und den zuständigen Behörden in den Mitgliedstaaten (bzw. Beitrittstaaten) analysieren. Die GFS wird die Integration der Forschung in den Mitgliedstaaten und Beitrittsländern mit der Entwicklung ihrer eigenen Arbeit systematisch verbessern. Die Einrichtung von, Beteiligung an und das Management von Netzwerken "wird ein wesentliches Element der künftigen Entwicklung der GFS sein", so die Mitteilung unter Bezug auf Netzwerke, die sowohl Produkte als auch Dienstleistungen anbieten. Wiederum wird betont, dass besondere Anstrengungen zur Integration von Organisationen aus den Beitrittsländern in die Netzwerke unternommen werden sollen. Ein weiterer Bereich, der gestärkt werden soll, sind die Beziehungen zwischen dem Auftraggeber und dem Auftragnehmer. Am 22. Januar hat die Kommission beschlossen, eine interne Dienstleistungsgruppe einzurichten, die sich aus den Generaldirektoren der Nutzer-GDs unter dem Vorsitz des Generaldirektors der GFS zusammensetzt. Ihre Aufgaben sind Schlichtung, die Setzung von Prioritäten und die Formulierung von Gutachten zu den jährlichen und mehrjährigen Arbeitsprogrammen der GFS. Weitere Zusammenarbeit sollte zur aktiven Hilfe für die Nutzer-GDs bei der Formulierung ihrer Bedürfnisse angeboten werden. Zu diesem Zweck wird die systematische Abstellung einer festen Anzahl von GFS-Mitarbeitern für die jeweiligen GDs für einen begrenzten Zeitraum (sechs bis neun Monate) gefördert. Die GFS möchte auch der nächsten Generation von Forschern helfen. Sie wird Forschungsfortbildungen für Nachwuchswissenschaftler anbieten (auch für Wissenschaftler aus Beitrittsländern), so dass sie für die "besten Köpfe" attraktiv ist. Die Fortbildungen sollen in Zusammenarbeit mit den gemeinschaftlichen und nationalen Mobilitätsprogrammen durchgeführt werden. Außerdem soll der Austausch zwischen Mitarbeitern der GFS und nationalen Instituten aktiv gefördert werden. Die Anzahl von nationalen Experten für die Kommission soll ebenfalls erhöht werden. Eine der wichtigsten Maßnahmen soll dabei die Sensibilisierung für den Nutzen der von der GFS durchgeführten Arbeit sein. Dazu sollen Informationstage organisiert werden, Präsentationen stattfinden und Kontakte zu angesehenen Presse- und Internetquellen gepflegt werden. Die Mitteilung betont abschließend, dass die Maßnahmen nach und nach verwirklicht werden sollen und dass eine Auswertung am Ende des Fünften Rahmenprogramms neuen Aufschluss geben wird, ob weitere Veränderungen erforderlich sind.

Mein Booklet 0 0