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Inhalt archiviert am 2022-12-21

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Forscher spielen eine wichtige Rolle in Bezug auf Nachhaltigkeit

In einer Rede auf der Stockholmer Konferenz "Bridging the gap between sustainability, research and sector integration" ("Überbrückung der Kluft zwischen Nachhaltigkeit, Forschung und der Integration verschiedener Disziplinen") hat die für Umweltfragen zuständige europäische Ko...

In einer Rede auf der Stockholmer Konferenz "Bridging the gap between sustainability, research and sector integration" ("Überbrückung der Kluft zwischen Nachhaltigkeit, Forschung und der Integration verschiedener Disziplinen") hat die für Umweltfragen zuständige europäische Kommissarin Margot Wallström vor den Forschern betont, dass sie in Fragen der nachhaltigen Entwicklung Europas eine entscheidende Rolle übernehmen müssten. Wissenschaftler seien am besten in der Lage, die vielbenötigte Unterstützung zur Überbrückung der "Kluft" zu liefern, die zwischen den derzeitigen Maßnahmen und denen die notwendig sind, damit eine nachhaltige Zukunft gewährleistet werden kann, bestehe, sagte die Kommissarin. Die Forschungsmaßnahmen müssen sinnvoll und unerschütterlich sein und sich auf vorrangige Themenbereiche der Gemeinschaft konzentrieren. Auch sollten die Wissenschaftler sicherstellen, dass die Forschung weitreichend verbreitet wird und ihr Zielpublikum erreicht, wobei sie gleichzeitig die Märkte in Richtung Produktion und Konsum von umweltfreundlichen Waren lenken sollte, sagte Wallström. "Als politische Entscheidungsträgerin kann ich versuchen, die Umwelt zu schützen, und als Verbraucherin kann ich mich für umweltfreundliche Waren entscheiden. Es liegt an Ihnen, den Wissenschaftlern, zu gewährleisten, dass ich dies in optimaler Art und Weise tun kann. Sie können sicherstellen, dass ich als politische Entscheidungsträgerin über die Informationen verfüge, die ich benötige, um wirksame Rechtsvorschriften zu entwerfen. Und Sie können sicherstellen, dass ich als Verbraucherin umweltfreundliche Waren kaufen kann." Das vorrangige Ziel der EU-Strategie für nachhaltige Entwicklung ist es, sicherzustellen, dass sie praxisorientiert ist und konkrete Verbesserungen der Lebensqualität der Europäer ermöglicht, führte sie weiter aus. So ist das Anliegen der EU-Strategie sowohl das Wohlergehen der jetzigen und künftigen Generationen als auch eine "ganzheitliche Beurteilung der Verknüpfungen und Synergien zwischen den wirtschaftlichen, sozialen und die Umwelt betreffenden Dimensionen unserer politischen Maßnahmen", so Wallström. Während die Menschen den Begriff "Nachhaltigkeit" möglicherweise völlig unterschiedlich auffassten und verstünden, gebe es wenig Diskussionen darüber, was "nicht nachhaltig" bedeute, und darauf sollten sich die Forschungsbemühungen konzentrieren. "Ich hoffe, diese Idee der Konzentration auf Nicht-Nachhaltigkeit statt auf Nachhaltigkeit ist eine Idee, die Sie auch in ihren Forschungsprogrammen anwenden können", so Wallström gegenüber den Konferenzteilnehmern. Die GD Umwelt habe bereits sechs wichtige nicht nachhaltige Trends aufgedeckt, fuhr sie fort: - die Notwendigkeit der Bekämpfung der Emissionen von Treibhausgasen; - effiziente Verwaltung natürlicher Ressourcen; - öffentliche Gesundheit einschließlich Gesundheitsschutz und Finanzierung der Gesundheitsversorgung; - Landnutzung und Verkehr, die eine nachhaltige Mobilität ermöglichen; - Bekämpfung von sozialer Ausgrenzung und Armut; - und Lösungen für demographische Probleme, die durch die alternde Gesellschaft verursacht werden. "[...] Wenn Ihre Forschung unter dem Aspekt "Forschung über nachhaltige Entwicklung" zusammengefasst wird, dann sollte sie uns dabei unterstützen, die nicht nachhaltigen Tendenzen in Europa umzukehren. Ihre Forschung muss zu echten Veränderungen unserer Verhaltensweise führen. Unsere Strategie verfolgt das Ziel, einen Schlussstrich in Bezug auf die Diskussionen zu ziehen und konkrete zukünftige Bemühungen in den Mittelpunkt zu stellen." Die Verbreitung von Forschungsergebnissen, die Verbesserung des Verständnisses durch wissenschaftliche Analysen von Umweltproblemen und die Förderung von grünen Technologien seien nach wie vor von grundlegender Bedeutung, fügte die Kommissarin hinzu. Darüber hinaus müsse Europa die Nutzung umweltfreundlicher Produkte belohnen und Märkte reformieren, damit den Verbrauchern die richtigen Preissignale gegeben würden, erklärte sie weiter. "Laut UNICE, Vereinigung der europäischen Industrie- und Arbeitgeberverbände, sind die europäischen Verbraucher um fast 20 Prozent langsamer als Verbraucher in den USA, wenn es um die Akzeptanz neuer Umweltprodukte und Umweltdienstleistungen geht. Das liegt zum Teil daran, dass wir nicht die richtigen Preissignale haben, sodass Verbraucher neue Forschung und die Unternehmen, die neue Produkte entwickeln, nicht würdigen." Eine kohärentere Politik und die Beseitigung von Inkonsistenzen in den politischen Maßnahmen werden zudem zu einer besseren Strategie der nachhaltigeren Entwicklung beitragen, so Wallström. "All dies zeigt, wie wichtig es ist, dass wir die Forschung unterstützen. Und das tun wir auch", so die Kommissarin weiter. "Das Sechste Rahmenprogramm wird uns dabei unterstützen, zu gewährleisten, dass die Forschung Lösungen für Probleme mit der Nachhaltigkeit liefert. Mein Kollege Herr Busquin wird in Kürze die Möglichkeiten darstellen. Es ist wichtig, dass das Programm der Herausforderung gewachsen ist. Es muss einen Schwerpunkt festlegen und Unterstützung bieten", schloss Wallström.

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