Zusammenarbeit im Energiebereich zwischen der EU und Russland soll Forschung einschließen
Der Technologietransfer und die Einführung energiesparender und umweltfreundlicher Technologien sind zwei der wichtigsten Themen der Maßnahmenliste zur Unterstützung der Zusammenarbeit im Energiebereich zwischen der Europäischen Union und der Russischen Föderation. Beide Seiten treffen sich am 17. Mai zu ihrem "Energiedialog". Aus diesem Dialog dürften eine Reihe von Vorschlägen und Themen hervorgehen, von denen sich viele mit den Marktreformen befassen; es wird jedoch auch einige Vorschläge zur Forschung und zum Austausch bewährter Praktiken geben, um das Umweltprofil der Energienutzung zu verbessern und die Energieeffizienz zu erhöhen. "Der Energiedialog ist auf den Weg gebracht...Bereiche der Zusammenarbeit wurden offen und sachlich diskutiert", so das für Energie und Verkehr zuständige Mitglied der Europäischen Kommission Loyola de Palacio. Dieser Schritt ist für beide Seiten wichtig, da sich die Energieabhängigkeit der EU in den nächsten 20 bis 30 Jahren voraussichtlich von zurzeit 50 Prozent auf 70 Prozent erhöhen wird und Russland eigenen Schätzungen zufolge in den kommenden 20 Jahren rund 670 Milliarden Euro in seine Energieindustrie investieren muss. Der Europäische Rat in Göteborg wird außerdem das Thema der Nachhaltigkeit im Energiebereich diskutieren und die Empfehlungen des Industrie- und Energierats, der am 14. und 15. Mai in Brüssel tagte, entgegennehmen. Auf diesem Treffen hatten die EU-Energieminister eine Resolution zur Integration von Umweltfragen sowie der nachhaltigen Entwicklung in die Energiepolitik verabschiedet. In dieser Resolution wird die Notwendigkeit hervorgehoben, sich angesichts des prognostizierten Anstiegs des Verbrauchs fossiler Brennstoffe weiterhin auf Maßnahmen zur Energieeffizienz zu konzentrieren. Energieeffizienzmaßnahmen sollten weiterhin unterstützt werden. Zudem sollen erneuerbare Energien, die Einführung eines Emissionshandelssystems, ein Pilotprojekt für handelsfähige Umweltzertifikate und die Überwachung der Energiesubventionen der Mitgliedstaaten gefördert werden. In den Schlussfolgerungen des Treffens wurde außerdem auf die Führungsrolle hingewiesen, welche die Europäische Kommission nebst den Regierungen der Mitgliedstaaten, die bereits als Regulierungsbehörden agieren, bei der Einführung dieser Maßnahmen übernehmen müsse.
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