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PYROlysis based process to convert small WWTP sewage sludge into useful bioCHAR

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Sicherere Klärschlammentsorgung

Die Entsorgung von Klärschlamm ist in Europa in zunehmendem Maße zu einem drängenden Problem geworden. Daher hat ein EU-finanziertes Forschungsvorhaben eine wirtschaftliche und umweltverträgliche Lösung auf Grundlage einer thermochemischen Behandlung entwickelt.

Klimawandel und Umwelt

Die Implementierung europäischer Abwasserrichtlinien hat zu einer verbesserten Abwasserqualität in sämtlichen Mitgliedsstaaten geführt. Es wird jedoch immer mehr Klärschlamm erzeugt, der fachgerecht entsorgt werden muss. Über 60 % der Kläranlagen (Wastewater Treatment Plants, WWTP) Europas sind in kleinen Gemeinden im Dienst und erfordern eine billige und einfache Entsorgungslösung für den dort anfallenden Klärschlamm. Ein System dieser Art wurde vom Projekt PYROCHAR (Pyrolysis based process to convert small WWTP sewage sludge into useful biochar) entwickelt. Mit dem System PYROCHAR trocknet man den entwässerten Schlamm und setzt im Folgenden ein langsames Pyrolyseverfahren ein, um das Material in nützliche Nebenprodukte wie etwa Synthesegas (Syngas) und Biokohle umzuwandeln. Die Technologie basiert auf der Erwärmung des Schlamms in Abwesenheit von Sauerstoff (Pyrolyse). Seine erneute Verwendung in Form von Energie und Ressourcen stellt für kleinere Gemeinden eine realistische Lösung mit niedrigen Betriebs- und Wartungskosten dar. Die Forscher führten eine eingehende Analyse kommunaler Abfälle in verschiedenen europäischen Ländern durch, wozu eine Untersuchung von Pyrolysenebenprodukten zählte. Sie analysierten gleichermaßen Synthesegasschadstoffe und untersuchten die Gasreinigungstechnologie. Ferner wurden industrielle Katalysatoren für den Teerabbau entwickelt, die eine Entfernung von Verunreinigungen und die Produktion von zusätzlichem Synthesegas ermöglichten. Zudem wurde ein neues Steuerungssystem entwickelt, das durch Überwachung der Schlüsselparameter die Energieeffizienz und die Prozessleistung optimiert. Auf diese Weise enthält die produzierte Biokohle eine begrenzte und akzeptable Menge an Schwermetallen, wodurch deren Wiederverwertung möglich wird. Die bahnbrechende BIOCHAR-Technologie wird kleine Gemeinden in die Lage versetzen, den anfallenden Klärschlamm kostengünstig und wirkungsvoll zu bewältigen. Sie wird dazu beitragen, die Kosten für Schlammbehandlung, Lagerung und Transport zu Kompostierungs- und Verbrennungsanlagen, landwirtschaftlichen Betrieben oder größeren Abfallbehandlungsanlagen zur weiterführenden Behandlung zu reduzieren. Des Weiteren gehen nützliche Nährstoffe wie Nitrat, Schwefel oder Kalium nicht verloren. Diese werden stattdessen in dem stabilen und wirtschaftlich wertvollen Nebenprodukt Pflanzenkohle gebunden. Das System ermöglicht überdies die Einhaltung der EU-Richtlinien für Abwasserbehandlung und Klärschlammbehandlung.

Schlüsselbegriffe

Klärschlamm, Abwasser, Anlagen zur Abwasserbehandlung, Kläranlagen, PYROCHAR, Pyrolyse, Synthesegas

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18 September 2005