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Europäische holzverarbeitende Industrie im Wachstum

Das Forum der holzverarbeitenden Industrie hat sich im Juni in Stockholm getroffen, um Empfehlungen an die Europäische Kommission abzugeben, wie die Wettbewerbsfähigkeit erhöht und das Wachstum in europäischen Wäldern, die sich seit mehr als 150 Jahren ausdehnen, aufrechterhal...

Das Forum der holzverarbeitenden Industrie hat sich im Juni in Stockholm getroffen, um Empfehlungen an die Europäische Kommission abzugeben, wie die Wettbewerbsfähigkeit erhöht und das Wachstum in europäischen Wäldern, die sich seit mehr als 150 Jahren ausdehnen, aufrechterhalten werden kann. Erkki Liikanen, der europäische Kommissar Unternehmen und Informationsgesellschaft, erkannte die Bedeutung der Industrie bei der Erhaltung einer nachhaltigen Entwicklung an. "Die nachhaltige Entwicklung ist jetzt Kernpunkt der Politik der Europäischen Union. Damit hat sich die Art und Weise, wie wir die einzelnen politischen Initiativen sehen, in dem Sinne geändert, dass ihre Auswirkungen nicht mehr länger isoliert betrachtet werden können", so Likkanen. Der schwedische Außenminister Lars Rekke hob im Rahmen der Eröffnung der Veranstaltung die Bedeutung der Forstwirtschaft für Europa hervor. "Die holzverarbeitende Industrie ist einer der größten Industriezweige Europas, der drei Millionen Menschen Beschäftigung und Einkommen bietet und etwa zehn Prozent des Gesamtproduktionswerts der europäischen Fertigungsindustrie ausmacht", sagte Rekke. Die Beteiligten, einschließlich der obersten Führungskräfte und Vertreter europäischer Einrichtungen sowie nationaler Regierungen, gingen auf drei Themenschwerpunkte ein: - nachhaltige Versorgung mit Rohmaterial - stärkere Nutzung von Holz - Bewertung der Auswirkungen für eine bessere Regulierung. Die möglichen Auswirkungen des EU-Weißbuchs "Energy for the future: Renewable sources of energy" (Energie für die Zukunft: erneuerbare Energiequellen), das die Nutzung von Holzprodukten bei der Energieerzeugung hervorhebt, wurde diskutiert. Während den Teilnehmern sehr daran gelegen war, die Rolle der Forstwirtschaft zu stärken, war man sich auch darüber bewusst, dass die Nutzung von Holz zur Energieerzeugung den Markt verzerren könnte. Es wurde insbesondere darauf hingewiesen, dass Holz in erster Linie für Produkte und erst an zweiter Stelle zur Energieerzeugung verwendet werden sollte und dass andere Biomassequellen, wie z. B. Stroh, gefördert werden sollten. Diese besitzen das Potenzial von mehreren Hundert Millionen Kubikmetern Holz. Zudem sollte auch Holz wiedergewonnen und wiederverwendet werden, denn auf diese Weise könnten zu den derzeitigen jährlich in Europa produzierten 220 Millionen Kubikmetern noch 40 Millionen Kubikmeter Holz hinzukommen, so die Meinung. Die Förderung der Nutzung von Holz hängt von einer Verbesserung des Benchmarking ab, sodass eine Übereinkunft darüber erzielt werden kann, was eine Verbesserung ist. So zum Beispiel der verstärkte Einsatz von Holz in der Gebäudekonstruktion. Weitreichendere Anwendungen von Holz im Bauwesen, in der Landwirtschaft sowie bei Möbeln und Einrichtungsgegenständen müssen ebenso bestimmt werden wie der aktuelle Markt und gesetzliche Hindernisse. Die Analyse des Lebenszyklus von Holzprodukten eignet sich dafür, ihre Nachhaltigkeit deutlich zu machen und lässt sie verhältnismäßig unberührt von jedweder zukünftigen Einführung von Ökosteuern. Die indirekten Folgen der Gesetzgebung wurden diskutiert. Dabei ging es insbesondere um Probleme, die aus der ungleichmäßigen Umsetzung der Verpackungsrichtlinie resultierten. Die Konferenz endete mit der Schlussfolgerung, dass wie auch immer die Forstwirtschaft geregelt werde, die Erträge ausreichend sein müssen, um die für das anhaltende Wachstum europäischer Wälder erforderlichen Reinvestitionen zu ermöglichen.

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