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Fortschritte bei erneuerbaren Energiequellen in Europa

Die Europäische Union macht weitere Fortschritte bei der Nutzung von erneuerbaren Energiequellen wie z.B. der Solarenergie - ungeachtet der abschließenden Stellungnahme, die über das Kyoto-Protokoll erzielt wurde. Als am 18. Juli in Bonn die Gespräche fortgesetzt wurden, deren...

Die Europäische Union macht weitere Fortschritte bei der Nutzung von erneuerbaren Energiequellen wie z.B. der Solarenergie - ungeachtet der abschließenden Stellungnahme, die über das Kyoto-Protokoll erzielt wurde. Als am 18. Juli in Bonn die Gespräche fortgesetzt wurden, deren Ziel die Wiederbelebung des Protokolls war, hat EurObserv'er - ein Konsortium europäischer Organisationen zur Förderung erneuerbarer Energiequellen - Zahlen veröffentlicht, die zeigen, dass die Nutzung von Solarenergie in Europa zugenommen hat und dass sie nicht nur für die Umwelt von Nutzen ist. Im Jahr 2000 waren auf einer Fläche von über einer Million Quadratmeter Sonnenkollektoren angebracht, was im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung um grob ein Drittel und verglichen mit 1994 einer 100-prozentigen Zunahme entspricht. Es war überdies das erste Mal, dass in Europa mehr als eine Million Quadratmeter innerhalb eines Jahres installiert worden waren. Darüber hinaus zeigen die Einnahmen und Beschäftigungszahlen aus der Solarindustrie in Europa, dass der Sektor zunehmend schwarze Zahlen schreibt. In Europa sind inzwischen über 13.000 Menschen in diesem Industriezweig beschäftigt, der selbst einen Jahreswert von bis zu 800 Millionen Euro darstellt. Von den sieben führenden Unternehmen in Europa stammen zwei aus Frankreich, zwei aus Dänemark, eines aus Schweden, eines aus Belgien und eines aus Deutschland; ihr durchschnittlicher Jahresumsatz beträgt rund zwei bis drei Millionen Euro. Die Trends weisen darauf hin, dass bei der derzeitigen Geschwindigkeit bis zum Jahr 2010 in Europa 80 Millionen Quadratmeter Sonnenkollektoren installiert sein werden; diese Zahl liegt etwas unterhalb des für die Europäische Union gesetzten Ziels, das bis Ende 2010 eine Gesamtfläche von 100 Millionen Quadratmetern vorsieht. Mittlerweile haben die Staatschefs der Regierungen der Europäischen Union in Bonn eine Erklärung abgegeben, die besagt, dass "die Europäische Union auch weiterhin an ihrer Verpflichtung festhält, das [Kyoto]-Protokoll bis 2002 umzusetzen". Außerdem heißt es, dass zwar die Gesamtemissionen in der Europäischen Union zwischen 1990 und 1999 um vier Prozent zurückgegangen sind, dass aber noch viel zu tun bleibt. "Die Europäische Union ruft alle Industrieländer auf, gemeinsam ihre Verantwortungen zu übernehmen, damit dieser erste Schritt zur Bekämpfung des Klimawandels ein Erfolg werden kann. Diese Länder haben sich nämlich durch die Ratifizierung des Rahmenübereinkommens dazu verpflichtetet, bei diesen Bemühungen mit gutem Beispiel voranzugehen."