Einweihung des Europäischen Referenzzentrums für intermodalen Güterverkehr
Nach der Einweihung des Europäischen Referenzzentrums für intermodalen Güterverkehr (EURIFT) am 15. August in Hamburg dürfte der Forschung im Bereich des intermodalen Verkehrs mehr Aufmerksamkeit zukommen. EURIFT wird von der Europäischen Union, den Städten Bremen and Hamburg sowie dem akademischen und privaten Sektor finanziert. Das Zentrum wird für die ersten drei Jahre über Haushaltsmittel in Höhe von zwei Millionen Euro verfügen, wovon höchstens 645.000 Euro von der EU bereitgestellt werden. Nach diesem Zeitraum sollte EURIFT in der Lage sein, sich als unabhängige, nicht auf Gewinn ausgerichtete Organisation selbst zu tragen, so die Kommission. Das Zentrum werde sich insbesondere auf die Verbreitung von Informationen konzentrieren, zu denen die Ergebnisse von Forschungsprojekten gehören können, so ein Vertreter der Europäischen Kommission gegenüber CORDIS-Nachrichten. EURIFT veröffentlicht zudem Informationen über Forschungsseminare. Der Straßenverkehrssektor ist stark von den eingeführten Erdölerzeugnissen abhängig und auch für den größten Teil der Kohlendioxidemissionen im gesamten Verkehrssektor verantwortlich. Das Einbringen aller Verkehrsträger in ein Gesamtsystem würde das Problem verringern. Aus diesem Grunde ist die Förderung des intermodalen Verkehrs von besonderer Bedeutung für die Europäische Union. EURIFT wird für die Verknüpfung und Integration von für das europäische intermodale Gewerbe relevanten Zahlen und Daten verantwortlich sein und diese Informationen öffentlich und leicht zugänglich machen. Das Zentrum wird ferner ein Forum für den Austausch von Informationen und für die Verbreitung bewährter Methoden sowie die Anregung von Innovation sein. Die Europäische Kommission hat vor kurzem 7,5 Millionen Euro an 17 innovative Projekte, die sich mit der Förderung des internationalen intermodalen Verkehrs beschäftigen, vergeben. Die Zuschüsse wurden im Rahmen des PACT-Programms (Pilot Actions for Combined Transport) gewährt.