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Inhalt archiviert am 2022-12-21

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Busquin verlangt "eindeutige" ethische Leitlinien für die von der EU finanzierte Forschung

Anlässlich einer Diskussion mit der europäischen Ethik-Beratergruppe (EGE) über ethische Aspekte des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) am 2. Oktober betonte Forschungskommissar Philippe Busquin, dass für Bereiche wie das Klonen von Menschen "eindeutige" ethische Leitlinien notwen...

Anlässlich einer Diskussion mit der europäischen Ethik-Beratergruppe (EGE) über ethische Aspekte des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) am 2. Oktober betonte Forschungskommissar Philippe Busquin, dass für Bereiche wie das Klonen von Menschen "eindeutige" ethische Leitlinien notwendig seien. Die Diskussion befasste sich mit der Frage, wie die verschiedenen Standpunkte der Mitgliedstaaten in Fragen der Ethik - so z.B. in der Medizin oder der Biologie - im Rahmen internationaler Forschungsprojekte, wie z.B. integrierte Projekte oder Spitzenforschungsnetze, miteinander zu vereinbaren sind. Kommissionsmitglied Busquin äußerte sich dazu wie folgt: "Wir haben nicht vor, die ethischen Grundsätze in diesen Bereichen zu harmonisieren. Allerdings gibt es Fragen, für die eindeutige Regeln vorhanden sein müssen, wenn Wissenschaftler sich um eine Förderung durch die EU bemühen. Ein Beispiel hierfür ist die Frage des Klonens zu reproduktiven Zwecken, in der ich voll hinter der gemeinsamen Initiative Frankreichs und Deutschlands für ein weltweites Verbot stehe." Für EGE-Präsidentin Noëlle Lenoir sind die gemeinsamen europäischen Werte in Bereichen wie dem menschlichen Leben und der Menschenwürde, der Freiheit der Forschung und der Nutzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen von grundlegender Bedeutung, wobei sie jedoch unterstrich, dass unterschiedliche Ansichten wichtig seien. "Pluralismus spiegelt die Vielfalt Europas und seiner Traditionen wider und lässt gegenseitigen Respekt und Toleranz umso wichtiger werden. Die Achtung unterschiedlicher philosophischer, moralischer oder juristischer Ansätze gehört zur ethischen Dimension des Aufbaus einer demokratischen europäischen Gesellschaft", so Lenoir. Die EGE ist zurzeit an der Aufstellung eines Aktionsplans der Kommission zu "Wissenschaft und Gesellschaft" beteiligt, der in diesem Jahr veröffentlicht werden soll. Neben anderen Maßnahmen befürwortet die Gruppe die Entwicklung eines europäischen Informationssystems zu rechtlichen und ethischen Fragen, ein Netzwerk der nationalen Ethikräte der Mitgliedstaaten, die Förderung der öffentlichen Diskussion in den Mitgliedstaaten und den Bewerberländern sowie Maßnahmen zur stärkeren Berücksichtigung ethischer Fragen in der Ausbildung von Forschern. Es wurde vereinbart, die Zusammenarbeit zwischen der GD Forschung und der EGE zu verstärken, um die Auswirkungen zukünftiger wissenschaftlicher Entwicklungen in ethischer Hinsicht abschätzen zu können und zum Vertrauen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft beizutragen. Die EGE begrüßte ferner den Vorschlag der Kommission, die finanzielle Förderung der Ethik in Wissenschaft und Technik zu verstärken.

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