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Kommission nimmt Strategie zur Stärkung der Rolle der EU-Regionen bei europäischer Forschung an

Die Europäische Kommission hat die Mitteilung "Die regionale Dimension des Europäischen Forschungsraums" angenommen. Sie ist Teil des Bestrebens, das Forschungs- und Innovationspotenzial der Regionen in der EU voll zur Entfaltung zu bringen. In dem Dokument werden eine Reihe ...

Die Europäische Kommission hat die Mitteilung "Die regionale Dimension des Europäischen Forschungsraums" angenommen. Sie ist Teil des Bestrebens, das Forschungs- und Innovationspotenzial der Regionen in der EU voll zur Entfaltung zu bringen. In dem Dokument werden eine Reihe von Strategien zur weiteren Integration der Regional- und Forschungspolitik in der EU vorgeschlagen, um die Rolle der lokalen Politik und Aktivitäten bei der Schaffung des Europäischen Forschungsraums (EFR) zu verbessern. Darin wird unterstrichen, dass alle europäischen Regionen die Initiative zur Entwicklung ihrer Forschungs- und Innovationsfähigkeiten ergreifen müssen, damit sie auf die entstehende Wissenswirtschaft der Zukunft vorbereitet sind. Zudem wird auch auf die allgemeine strategische Bedeutung hingewiesen, der lokalen Wirtschaft durch eine gezielte regionale Forschungsstrategie neuen Schwung zu geben. Die neue Strategie, so der EU-Forschungskommissar Philippe Busquin, würde dabei helfen, "Forschungsakteure auf jeder Ebene dazu zu ermutigen, das Endziel der Schaffung eines Europäischen Forschungsraums zu verwirklichen". Er erklärte, dass die Maßnahmen auf eine Verstärkung der Forschungs- und Innovationsentwicklungen in den Regionen abzielten und eine effiziente Vernetzung zwischen ihnen sicherstellten. Er fügte hinzu, dass einige der in der Strategie enthaltenen Aktionen während des Sechsten Rahmenprogramms (RP6), das von 2002 bis 2006 läuft, anlaufen würden. Das für die Regionalpolitik zuständige EU-Kommissionsmitglied Michel Barnier sagte, dass die Strategie auf der wachsenden Tendenz in den EU-Regionen, ihre eigenen Forschungsstrategien und -programme durchzuführen, aufbauen werde: "Ich freue mich, dass das Konzept des Europäischen Forschungsraums nunmehr einen Rahmen für diese Aktivitäten und Initiativen bietet, die auf ein gemeinsames Ziel auszurichten sind." Besonderes Augenmerk gilt der regionalen Dimension bei der Mobilität der Forscher. Eine der vorgeschlagenen Initiativen umfasst die Einführung von Marie-Curie-Wiedereingliederungsbeihilfen für Forscher, die im europäischen Ausland gearbeitet haben und ein Projekt in ihre Herkunftsregion mitbringen. Die Beihilfen werden Forschern aus benachteiligten Regionen gewährt, insbesondere in Bewerberländern, die von Arbeiten aus dem europäischen Ausland zurückkehren. Ein ähnlicher Mechanismus werde auch für Forscher, die Forschungsarbeiten außerhalb Europas betrieben haben, geschaffen. In der Mitteilung wird auch die Möglichkeit diskutiert, die Finanzierung des Rahmenprogramms mit Geldern aus den europäischen Strukturfonds zu ergänzen, der Hauptfinanzierungsmechanismus der EU für europäische Regionen mit Entwicklungsrückstand. Dieser Schritt ziele auf die Beseitigung der Ungleichheiten zwischen den wirtschaftlich erfolgreichen Regionen und den Ziel-1-Regionen ab, deren Entwicklung hinterherhinkt. Einer der bedeutendsten Unterschiede zwischen Ziel-1-Regionen und anderen Gebieten, so die Kommission, liege in dem Aufwand der Unternehmen für FTE (Forschung und technologische Entwicklung) und Innovation. In dem Papier werden Pläne angekündigt, die Synergie zwischen FTE und regionaler Entwicklungspolitik im nächsten Rahmenprogramm durch die Verwendung der Strukturfonds zur Ergänzung der Finanzierung im Rahmenprogramm zu steigern, soweit Regionen mit Entwicklungsrückstand betroffen sind. Die Schwerpunkte der Strukturfonds, so die Kommission weiter, wurden neu festgelegt, so dass sie die wirtschaftliche Bedeutung der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit in der entstehenden Wissensgesellschaft widerspiegeln. Sie führt aus, dass "für den Zeitraum 2000 bis 2006 die Strukturfonds den Schwerpunkt ausdrücklich auf die Förderung von Forschung, Innovation und die Informationsgesellschaft legen". In der Mitteilung ist auch die Ausdehnung der Vernetzungs- und Koordinierungstätigkeiten der EU-Mitgliedstaaten auf regionale Ebene vorgesehen. Es wird darauf hingewiesen, dass die beiden Hauptmechanismen des EFR, Exzellenznetze und integrierte Projekte, zur Wahrung und Förderung der Rolle der Regionen in der weiteren Forschungs- und Entwicklungslandschaft beitragen werden. Eine großangelegte Kooperation, wie im Rahmen des EFR angestrebt, werde den Aufbau von Verbindungen zwischen zentralen und peripheren Knotenpunkten wissenschaftlicher Kompetenz unterstützen und dem so genannten interregionalen "Braindrain", d.h. der Abwanderung von Wissenschaftlern aus benachteiligten in reichere Regionen, entgegenwirken. Zudem ist eine besondere Initiative in dem Papier enthalten, die auf die äußersten Randregionen des EU-Gebietes abzielt, einschließlich der französischen Departments Guadeloupe, Martinique, Guyana und Réunion, der Kanarischen Inseln Spaniens und der portugiesischen autonomen Regionen Azoren und Madeira. Ziel der Strategie ist es, zur Entwicklung ihrer Forschungs- und Innovationskapazität auf die einmaligen kulturellen, demographischen und regionalen Merkmal dieser Gebiete aufzubauen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen Arbeiten zu Tropenmedizin oder tropischer Landwirtschaft sowie Forschungsarbeiten zu Luft- und Raumfahrttechnologien, die auf die bereits bestehenden technischen Fähigkeiten der Regionen aufbauen. In der Mitteilung werden auch Pläne für die Einbeziehung von regionalen Forschungs- und Innovationsindikatoren in den Innovationsanzeiger - das jährlich von der Kommission in der gesamten EU und den Bewerberländern durchgeführte Benchmarking - umrissen. Zudem wird die Entwicklung eines integrierten Informationssystems angestrebt, das nationale und regionale Forschungs- und Innovationsprogramme erfasst. Man erhofft sich, dass dieser Dienst die transnationale und transregionale Zusammenarbeit sowie den Austausch bester Verfahrensweisen fördern wird. Die Europäische Kommission schlug die Schaffung eines Europäischen Forschungsraums im Januar 2000 vor, um eine Diskussion über die Leistungen und die Organisation der europäischen Forschung zu entzünden und um innovative Initiativen in Wissenschaft und Technologie in der EU zu fördern. Ziel ist es, einen "vollständig entwickelten, funktionierenden und vernetzten Forschungsraum zu schaffen, in dem Barrieren verschwinden, Zusammenarbeit funktioniert und ein funktioneller Integrationsprozess stattfinden kann".

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