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Inhalt archiviert am 2022-12-21

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Bericht bringt Bedenken über Forschung im Bereich Kulturerbe im EFR zum Ausdruck

Das Referat des Europäischen Parlamentes für die Bewertung der wissenschaftlichen und technologischen Entscheidungen (STOA) hat Vorschläge für große Forschungsprojekte innerhalb des Europäischen Forschungsraums (EFR) in Frage gestellt, weil sie seiner Ansicht nach die Forschun...

Das Referat des Europäischen Parlamentes für die Bewertung der wissenschaftlichen und technologischen Entscheidungen (STOA) hat Vorschläge für große Forschungsprojekte innerhalb des Europäischen Forschungsraums (EFR) in Frage gestellt, weil sie seiner Ansicht nach die Forschung im Bereich des kulturellen Erbes beeinträchtigen könnten. Dieser Vorwurf folgt aus einer von STOA durchgeführten Studie zu den "technological requirements for solutions in the conservation and protection of historic monuments and archaeological remains" (technischen Anforderungen für Lösungen zum Erhalt und Schutz von historischen Monumenten und archäologischen Überresten). STOA ist ein offizielles Organ des Europäischen Parlaments, das allerdings aus externen Fachleuten besteht, die das Parlament mit der Durchführung von Studien beauftragt hat, weil sie nach Einschätzung des EP den MdEP bei ihrer Politik gestaltenden Rolle helfen würden. "Kleine, flexible und zielgerichtete interdisziplinäre Teams, die europäischen Bedürfnissen entsprechen, müssen erhalten, gefördert und als Modelle für Nachhaltigkeit gefeiert werden", so die Studie. "Was im Rahmen des Europäischen Forschungsraums (EFR) für große und komplexe Forschungsprojekte vorgeschlagen wird, könnte auf diesem Forschungsgebiet schweren Schaden anrichten." Als Lösung für diese und weitere, in der Studie aufgezeigte Schwächen auf diesem Gebiet fordert der Bericht die Schaffung eines "Europäischen Gremiums für die Anwendung von Wissenschaft auf das Kulturerbe". Laut der Studie sind Forschungsarbeiten zum Kulturerbe aufgrund ihrer interdisziplinären Natur auf europäischer Ebene durchzuführen, nationale Forschungsbemühungen hingegen dienten nur lokalen Bedürfnissen. Ferner sollten die Tätigkeiten auch Grundlagen- und angewandte Forschung beinhalten sowie die Kommunikation zwischen miteinander verbundenen Sektoren wie Bauwesen, Stadtsanierung, Landgewinnung und Landwirtschaft, was verbessert werden müsste, wenn dieses Gebiet weiter voran gebracht soll. Außerdem werden in der Studie einige Erfolge aufgezeigt, die dank europäischer Unterstützung der Forschung im Bereich des kulturellen Erbes erzielt wurden: unter anderem die Schaffung einer aktiven, anspruchsvollen Forschergemeinschaft, die Fortführung effizienter Forschungsarbeiten auch nach Beendigung der Anschubfinanzierung, eine hohe Veröffentlichungsrate, die Einführung kreativer Verbreitungsinstrumente, zahlreiche Firmenausgliederungen sowie sichtbarer Beiträge zur Gestaltung der europäischen Gesetzgebung, beispielsweise im Bereich des Luftqualitätsmanagement.

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