Die Ausgaben für F&E steigen in der EU - einige Länder übertreffen sogar die USA und Japan
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) haben in den letzten beiden Jahren in der EU stark zugenommen. Einige Länder überholen in diesem Bereich laut einem Bericht von Eurostat, dem Statistischen Amt der EU, sogar die USA und Japan. Statistiken ist zu entnehmen, dass die Ausgaben für F&E im Jahr 1999 um 5,6 Prozent zu konstanten Preisen zugenommen haben. Dieser Trend hat sich im Jahr 2000 zwar fortgesetzt, jedoch etwas verlangsamt (2,3 Prozent in den Mitgliedstaaten). Die Ausgaben für F&E betrugen 1999 im Durchschnitt 1,92 Prozent und im Jahr 2000 1,90 Prozent des BIP (Bruttoinlandsprodukt). Kleine Veränderungen sind ebenfalls bei den Ausgaben der einzelnen Sektoren zu verzeichnen. Die EU liegt mit ihren Ausgaben für F&E jedoch nach wie vor weit hinter den USA und Japan, die insgesamt 2,64 bzw. 3,04 Prozent ihres BIP für F&E aufwandten. Zwei nordeuropäische Länder geben jedoch noch mehr für F&E aus, als die USA und Japan. Schweden brachte im Jahr 1999 3,8 Prozent seines BIP für F&E auf und Finnland 3,19 Prozent. Auch Deutschland und Frankreich geben durchschnittlich mehr für F&E aus. In Deutschland waren es im Jahr 1999 2,44 Prozent und in Frankreich 2,19 Prozent des BIP. Die niedrigsten Werte wurden aus den südlichen Ländern, nämlich aus Griechenland (0,51 Prozent des BIP im Jahr 1997), Portugal (0,76 Prozent), Spanien (0,89 Prozent) und Italien (1,04 Prozent) gemeldet. Zwischen 1995 und 1999 fiel der durchschnittliche jährliche Zuwachs der F&E-Ausgaben in Finnland (14 Prozent zu konstanten Preisen) und in Portugal (12 Prozent) besonders hoch aus. Frankreich und das Vereinigte Königreich verzeichneten im gleichen Zeitraum mit rund 1 Prozent die geringsten Zuwachsraten bei den Ausgaben für F&E. Veränderungen sind ebenfalls bei den Sektoren, die die F&E finanzieren, vorhanden. Die Investitionen von Unternehmen in F&E sind von 63 Prozent der gesamten F&E-Ausgaben im Jahr 1995 auf 66 Prozent im Jahr 2000 angestiegen. Der Anteil der Hochschulen lag relativ konstant bei etwa 20 Prozent, während der Anteil des Staates von 16 Prozent im Jahr 1995 auf 14 Prozent im Jahr 2000 zurückging. Die Ausgaben der Unternehmen sind jedoch in den einzelnen Mitgliedstaaten immer noch unterschiedlich. 1999 betrug der Anteil der Unternehmen 25 Prozent in Portugal, 72 Prozent in Belgien und 75 Prozent in Schweden. In den Vereinigten Staaten tätigten die Unternehmen im Jahr 1999 78 Prozent der F&E-Ausgaben und in Japan 74 Prozent.