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Inhalt archiviert am 2022-12-21

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Kommission finanziert Projekt zur Verbesserung der Nahrungsmittelsicherheit

Die GD Forschung der Europäischen Kommission hat über 560.000 Euro für ein zweijähriges europäisches Forschungsprojekt über Selenzusätze und Arsen in der Nahrung bewilligt, das unter dem Unterabschnitt "Mess- und Prüfverfahren" des Growth-Programms durchgeführt wird. An dem P...

Die GD Forschung der Europäischen Kommission hat über 560.000 Euro für ein zweijähriges europäisches Forschungsprojekt über Selenzusätze und Arsen in der Nahrung bewilligt, das unter dem Unterabschnitt "Mess- und Prüfverfahren" des Growth-Programms durchgeführt wird. An dem Projekt sollen 20 Labors aus ganz Europa unter der Leitung von Professor Les Ebdon, Professor für analytische Chemie und stellvertretender Kanzler der Universität Plymouth, Großbritannien, zusammenarbeiten. Ziel des Projektes ist es, einen Vergleichswert für die Beobachtung des Selengehaltes in Nahrungsmittelergänzungen zu liefern; hierzu soll eine Hefeform entwickelt werden, die dieses Element enthält und als "Standard" für die Messungen benutzt werden kann. "Wir haben das Ziel, ein Referenzmaterial zu erzeugen, das es den Labors ermöglicht, die Ansprüche und auch die Wirksamkeit von Produkten auf dem wachsenden so genannten 'nutrazeutischen' Markt für Nahrungsmittelergänzungen zu überprüfen", so Professor Ebdon. "Ohne dieses Referenzmaterial könnte es passieren, dass sich in den Regalen der Apotheker schädliche zu den gesundheitsfördernden Zusätzen gesellen." Man geht davon aus, dass ein Rückgang bestimmter Formen von Selen, die möglicherweise zum Schutz gegen Prostatakrebs beitragen, in der Nahrung des Menschen dafür verantwortlich ist, dass dieses Leiden sich in Europa immer weiter verbreitet. "Wenn, wie erwartet, die klinischen Tests dieser Nahrungsmittelzusätze eine Möglichkeit aufzeigen, wie die Verbreitung von Prostatakrebs bekämpft werden kann, werden sie ein enormes Interesse hervorrufen", so Professor Ebdon. Außerdem soll die Studie den Arsengehalt in Hühnerfleisch, Reis, Fisch und im Boden untersuchen. Die Labors, die sich an der Studie beteiligen, werden den Gehalt und die Formen von Arsen in diesen Substanzen messen, um einen gemeinsamen Standard für Tests zur Nahrungsmittelsicherheit zu liefern. "Unsere früheren Forschungen haben ergeben, dass eine harmlose chemische Form von Arsen in Fisch vorhanden ist", erklärte Professor Ebdon. "In den letzten Jahren wurde Fischmehl der Nahrung für viele Tiere beigemengt, vor allem für Hühner, und wir müssen in der Lage sein zu kontrollieren, dass hierbei nur harmlose Formen weitergegeben werden." Das Projekt soll im Februar 2003 auslaufen.

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