Neuer Forschungsrat hat zum Ziel, die europäische Bahnforschung wieder auf die richtige Spur zu bringen
Ein neuer "European Rail Research Advisory Council" (ERRAC) wurde am 26. November vom europäischen Forschungskommissar Philippe Busquin auf der Eröffnung des "World Congress on Railway Research" in Köln ins Leben gerufen. Das Gremium wird Privatunternehmen und öffentliche Institutionen aus diesem Bereich zusammenbringen und bei der Ausarbeitung eines strategischen Zeitplans für die Bahnforschung in Europa Unterstützung leisten. Es werden Hersteller, Benutzer, Forschungsorganisationen, Umwelt- und Stadtplanungsgruppen, die Europäische Kommission und Vertreter der EU-Mitgliedstaaten vertreten sein. Die Entwicklung wird die Europäische Kommission in ihrem Bestreben unterstützen, "den Verkehr wieder vermehrt auf die Schiene zu bringen", so Busquin. "Die Entwicklung des Hochgeschwindigkeitszuges demonstriert, dass Europa über das technische Potenzial und eine wettbewerbsfähige Industrie verfügt. Wir müssen nun mit System vorgehen und unsere Ressourcen und Stärken aus dem öffentlichen und dem privaten Sektor maximieren. Die Gründung des ERRAC ist ein konkretes Beispiel dafür, worum es sich bei dem Europäischen Forschungsraum überhaupt handelt", führte er aus. Der ERRAC wurde speziell dafür eingerichtet, das Weißbuch zur Verkehrspolitik der Europäischen Kommission zu unterstützen, die Führung der europäischen Bahnindustrie zu stärken, die Synergien zwischen europäischen, nationalen und privaten Forschungstätigkeiten zu maximieren, auf die Bedürfnisse der Benutzer besser einzugehen, Europas Maßnahmen für einen nachhaltigen Verkehr zu stärken und Lösungen für eine Reihe von noch anhängigen Themen wie die Sicherheit und die Kompatibilität verschiedener Systeme zu finden. Zur Zeit existieren 40 laufende Forschungsprojekte, die Erfolge der Bahnindustrie analysieren. Diese Projekte werden von der Gemeinschaft mit über 150 Millionen Euro gefördert. Im Rahmen des geplanten Europäischen Forschungsraums (EFR) wird man die Forschungstätigkeiten vermehrt darauf ausrichten zu gewährleisten, dass die Zusammenarbeit zwischen den Ländern, zwischen privaten Unternehmen und der Öffentlichkeit sowie zwischen der Industrie und der Wissenschaft optimiert wird.