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Inhalt archiviert am 2022-12-21

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EU und Japan diskutieren über mögliches Rahmenabkommen für Wissenschaft und Technologie

Wissenschaft und Technologie hatten auf dem EU-Japan-Gipfel, der am 8. Dezember in Brüssel stattfand, einen hohen Stellenwert. Auf dem Gipfel einigte man sich darauf, über die Möglichkeit eines Rahmenabkommens zu sprechen, mit Blick auf eine Ausdehnung der Zusammenarbeit in di...

Wissenschaft und Technologie hatten auf dem EU-Japan-Gipfel, der am 8. Dezember in Brüssel stattfand, einen hohen Stellenwert. Auf dem Gipfel einigte man sich darauf, über die Möglichkeit eines Rahmenabkommens zu sprechen, mit Blick auf eine Ausdehnung der Zusammenarbeit in diesem Bereich. Außerdem beschlossen die EU und Japan, bei groß angelegten internationalen Umweltprojekten, der Entwicklung der Biotechnologie, der Atomforschung und beim Dialog über bioethische Fragestellungen zusammenzuarbeiten. Die Delegationen einigten sich auch darauf, in einer Reihe von Bereichen gemeinsame Workshops zu organisieren. Beide Seiten einigten sich darauf, die Zusammenarbeit bei groß angelegten internationalen Projekten fortzuführen, die bessere Kenntnisse über die Umweltbedingungen zum Ziel haben. Hierbei geht es besonders darum, Floße für das Projekt ARGO (A Global Array of Profiling Floats) zu entsenden und die hieraus resultierenden Daten gemeinsam zu nutzen, sowie das "Integrated Ocean Drilling Programme" (IODP, integriertes Ozeanbohrungsprogramm) zu fördern, das Informationen über Klimaveränderung und Geodynamik liefern wird. Allgemeiner billigten die EU und Japan die Durchführung von Maßnahmen über neue satellitengestützte Ansätze für die globale Umweltüberwachung und die Erdbebenforschung, einschließlich der Evaluierung seismischer Risiken und Schritten zur Harmonisierung internationaler seismischer Parameter. Vertreter aus der EU und aus Japan einigten sich darauf, gemeinsam die Entwicklung der Biotechnologie zu unterstützen. Beide Seiten sehen in der Biotechnologie ein großes Potenzial. Die EU und Japan werden den akademischen und technologischen Austausch fördern sowie Workshops organisieren, um so die Entwicklung der Biotechnologie durch den privaten Sektor und den Austausch von Bioventures im Industriesektor, in privaten Labors und Universitäten zu fördern. Außerdem werden sie gemeinsame oder koordinierte Forschungsaktivitäten in den Bereichen Kernfusion sowie Kernmaterial und -messungen durchführen. Ein weiteres Element der Vereinbarung ist die Förderung des Dialogs zwischen Intellektuellen, Wissenschaftlern und der Zivilgesellschaft über eine Reihe bioethischer Fragestellungen, darunter das Klonen, die Stammzellenforschung, das menschliche Genom, die Genmanipulation und Organtransplantationen. Ferner soll ein Informationsaustausch zwischen Regulierungsbehörden über sicherheitsbezogene Fragestellungen im Zusammenhang mit der Biotechnologie organisiert werden. Beide Seiten werden ihre Ansichten zu anderen mit Vorschriften verbundenen Fragestellungen austauschen, beispielsweise dem Schutz persönlicher Daten und des geistigen Eigentums. Angesichts neuer Technologien in der Landwirtschaft und der daraus folgenden Bedenken über die Lebensmittelsicherheit haben sich die EU und Japan auch darauf geeinigt, multilaterale Foren zu nutzen, um das gegenseitige Verständnis zu steigern, Standards und Verfahren zu verbessern und einen umfassenden Dialog, einen schnelleren Informationsfluss und multilaterale Zusammenarbeit zu fördern. Sowohl Japan als auch die EU betrachten das erneute Auftreten bestimmter Krankheiten als ernsthafte Bedrohung. Deshalb haben sie sich auf eine Zusammenarbeit mit folgenden Zielen geeinigt: Ausbau bestehender Netze zur Seuchenwarnung und -reaktion, Förderung von Informationsaustausch und Personalaustausch zwischen Forschungsinstituten, die auf Infektionskrankheiten spezialisiert sind, und vor allem die Erleichterung der Nutzung von Labors, die sich in den EU-Mitgliedstaaten auf höchst gefährliche Krankheiten spezialisiert haben. Außerdem sollen gemeinsame Symposien, Workshops und wissenschaftliche Treffen in folgenden Bereichen organisiert werden: Biowissenschaften, Materialien, einschließlich Materialien für Supraleitungen, neue Plasmatechnik, Oberflächentechniken und Weltraum.

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