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WSA empfiehlt gesamteuropäisches E-commerce-Informationsnetz für KMU

In einer Stellungnahme zu der Mitteilung der Europäischen Kommission "Den KMU den Weg zum elektronischen Handel ebnen" hat der Wirtschafts- und Sozialausschuss (WSA) die Einrichtung eines gesamteuropäischen Informationsnetzes für KMU (kleine und mittlere Unternehmen) angeregt,...

In einer Stellungnahme zu der Mitteilung der Europäischen Kommission "Den KMU den Weg zum elektronischen Handel ebnen" hat der Wirtschafts- und Sozialausschuss (WSA) die Einrichtung eines gesamteuropäischen Informationsnetzes für KMU (kleine und mittlere Unternehmen) angeregt, die sich am elektronischen Geschäftsverkehr beteiligen. Diese Mitteilung soll dem Aktionsplan eEurope 2002 die erforderliche Dynamik verleihen und auf eine schnellere Umsetzung der Programme hinwirken, die den KMU dabei behilflich sein werden, sich auf den Pfad des Internet-Handelsgeschäfts zu begeben. Sie enthält Empfehlungen über das Benchmarking nationaler und regionaler Strategien zur Unterstützung des E-Business, die Verbesserung des Zugangs zu Informationen und zur Vorbereitung politischer Entscheidungen - Entgegennahme von Feedback, die bessere Verdeutlichung der Bedeutung der "Digitalisierung", die Einrichtung einer Kreditbürgschaftsfazilität für KMU und die Gründung einer Gruppe zur Beobachtung der ICT (Informations- und Kommunikationstechnologien) -Kenntnisse. Außerdem fordert der WSA in seiner Stellungnahme mehr Informationen für KMU über die Vorteile der "Digitalisierung", die Erhöhung der europäischen Finanzmittel, mehr Schulungen für Mitarbeiter und Eigentümer von KMU sowie einen verbesserten rechtlichen und Regelungsrahmen, der am elektronischen Handel beteiligten KMU auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene zugute kommt. Der Ausschuss verlangt darüber hinaus aktuelle Kriterien für die vergleichende Bewertung von Aktionen und die Messung der Entwicklung und des Einsatzes von Know-how durch die KMU. Der WSA schlägt vor, ein integriertes gesamteuropäisches Informationsnetz einzurichten, an dem die Euro-Info-Zentren, die Innovationsvermittlungszentren, die Verbände und die Handelskammern beteiligt sind. Das Netz soll für die Verbreitung von Informationen mit Rechtsetzungs- und Reglementierungsinhalten zuständig sein und sowohl das erforderliche Material sammeln und verbreiten als auch spezielle Dienste zur Hilfestellung gegenüber den KMU im Bereich des elektronischen Handelsverkehrs bereithalten. Außerdem soll das Netz Informationslücken bei KMU, die der WSA für ein schweres Problem hält, schließen. "Nach Ansicht des Ausschusses sollte die Information der KMU von ihren Zielen und ihrer Philosophie her umgestaltet werden, weil sie in der Vergangenheit nicht die erhofften Ergebnisse gebracht hat. Da die mittelständischen Unternehmen sich auf den persönlichen Einsatz des Eigentümers und des nicht sehr umfangreichen Personals stützen, muss auf sehr praxisnahe Weise der Eigentümer von den tatsächlichen, konkreten und greifbaren Vorzügen des elektronischen Geschäftsverkehrs überzeugt werden", heißt es in der Stellungnahme des WSA. Der WSA schlägt vor, dass mehr Mittel bereitgestellt und außerdem auch Anreize für Investitionen im Bereich der neuen Technologien und des elektronischen Geschäftsverkehrs geschaffen werden, und legt nahe, spezifische Anreize für den Banksektor zu schaffen, dergestalt, dass er durch die unmittelbare und gezielte Finanzierung von Instrumenten des elektronischen Geschäftsverkehrs die Entwicklung des elektronischen Geschäftsverkehrs seitens der KMU unterstützt. Die Stellungnahme geht davon aus, dass ein Mangel an europäischen Finanzmitteln hemmend auf den Einsatz des elektronischen Geschäftsverkehrs wirkt, und wenn diese Mittel vorhanden sind, die richtige Planung und der richtige Einsatz der Mittel fehlt. Der WSA ist besorgt über das bei der Zahl der KMU, die sich am elektronischen Geschäftsverkehr beteiligen, zu beobachtende Gefälle zwischen den USA sowie manchen südostasiatischen Ländern und Europa. Die Mehrzahl der "Go Digital"-Maßnahmen der Kommission gehen nach Meinung des Ausschusses "in die richtige Richtung", die Zeitpläne hingegen seien zu langfristig angelegt, sodass "nicht genügend die Dringlichkeit und der Schweregrad der Probleme zum Ausdruck kommt, mit denen die KMU im Bereich der Digitaltechnik zu kämpfen haben". Obwohl noch mehr getan werden könnte, befürwortet die Stellungnahme die Grundgedanken hinter der Mitteilung der Kommission, ist aber auch der Meinung, dass die KMU für ihren Rückstand bei der Nutzung des elektronischen Geschäftsverkehrs gegenüber Firmen in den USA und Südostasien weitgehend selbst verantwortlich sind. "Der Ausschuss ist der Ansicht, dass die besonders konservative Geisteshaltung und das Fehlen einer entsprechenden Kultur, die für sehr viele KMU kennzeichnend sind, ein schwerwiegender Faktor sind, der die erforderlichen und inzwischen dringlich gewordenen Anstrengungen und Maßnahmen erschwert und verzögert", so die Stellungnahme des WSA. In der Stellungnahme des WSA heißt es ferner, dass KMU sehr langsam oder gar nicht auf die Zeichen der Zeit reagieren, "obwohl doch jeder Unternehmer ständig äußerste Wachsamkeit und Flexibilität an den Tag legen muss. Die Umstellung seiner Organisationsstruktur ist die Grundvoraussetzung für die Modernisierung eines KMU und seiner Einstellung auf die neue Wirtschaft".

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