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Inhalt archiviert am 2023-01-01

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Bericht der Kommission: Fähigkeiten von Wissenschaftlerinnen bleiben ungenutzt

Wissen und Fähigkeiten europäischer Wissenschaftlerinnen bleiben infolge der Diskriminierung von Frauen ungenutzt, heißt es in einem Bericht der Europäischen Kommission, der am 5. Juni veröffentlicht wurde. Der Bericht "Frauen und Wissenschaft in Europa - Nationale Politiken"...

Wissen und Fähigkeiten europäischer Wissenschaftlerinnen bleiben infolge der Diskriminierung von Frauen ungenutzt, heißt es in einem Bericht der Europäischen Kommission, der am 5. Juni veröffentlicht wurde. Der Bericht "Frauen und Wissenschaft in Europa - Nationale Politiken", der von einem Team nationaler Vertreter, das als Helsinki-Gruppe "Frauen und Wissenschaft" bekannt ist, vorbereitet wurde, enthält eine Untersuchung statistischer Daten aus 30 europäischen Ländern. Aus dem Bericht geht hervor, dass in allen Ländern Europas Frauen zwar die Mehrheit der Studierenden in den wissenschaftlichen Fächern stellen, doch je höher die Position in der akademischen Hierarchie ist, desto geringer ist der Frauenanteil. In ganz Europa bekleidet nur eine verschwindend kleine Minderheit von Frauen wissenschaftliche Spitzenpositionen. Während es beträchtliche Unterschiede zwischen den Ländern im Hinblick auf die wissenschaftliche Infrastruktur und Gleichstellungsmaßnahmen gibt, haben sie jedoch das unausgewogene Verhältnis von Frauen und Männern in Entscheidungspositionen der Wissenschaftspolitik gemeinsam. Forschungskommissar Philippe Busquin sagte: "Die Daten zeigen, dass Wissenschaftlerinnen tatsächlich in den Schlüsselpositionen der wissenschaftlichen Forschung unterrepräsentiert sind. Dies bestätigt, dass das in Vorabstudien aufgezeigte Bild keineswegs auf Emotionen beruht, sondern das Ergebnis von Diskriminierung ist, die aus verschiedenen Faktoren hervorgeht. Diese müssen angegangen werden, wenn es darum geht, die Position und Rolle der Frauen in der wissenschaftlichen Forschung zu verbessern und dadurch den Europäischen Forschungsraum zu stärken." In dem Bericht heißt es, im vergangenen Jahrzehnt sei die Sorge darüber gestiegen, dass Frauen in wissenschaftlichen Laufbahnen unterrepräsentiert sind. Die Europäische Kommission hat im Februar 1999 eine Mitteilung mit einem Aktionsplan zur Förderung der Gleichstellung der Frauen in der Wissenschaft angenommen. Sie hat ferner einen ETAN-Bericht (European Technology Assessment Network - Europäisches Technologiebewertungsnetz) über Frauen und Wissenschaft in der EU in Auftrag gegeben. Ebenfalls 1999 hat der Forschungsministerrat eine Entschließung zum Thema "Frauen und Wissenschaft" angenommen. Diese fordert die Mitgliedstaaten auf, einen Dialog und Meinungsaustausch über die einzelstaatlichen Politiken zu führen. Viele Mitgliedstaaten und assoziierten Länder haben Maßnahmen ergriffen, um das unausgewogene Verhältnis von Frauen und Männern in der Wissenschaft zu beseitigen. Diese erstrecken sich von der Unterstützung von lokalen Initiativen bis hin zur systematischen Einbeziehung der Gleichstellungsthematik in alle Politikbereiche und Programme. Der Bericht war Teil einer Präsentation im Rahmen eines Seminars, das am 5. Juni in Madrid, Spanien, stattgefunden hat. Das Seminar zum Thema "Herausragende wissenschaftliche Leistungen und Gleichstellung von Frauen und Männern: die Meinungen in der Europäischen Union" wurde von der spanischen Ratspräsidentschaft der EU, der Europäischen Kommission und der Residencia de Estudiantes organisiert. Im Rahmen des Seminars wurden die bereits von der EU auf diesem Gebiet unternommenen Maßnahmen vorgestellt. Die Veranstaltung wird die Diskussion über die aktuelle Situation von Frauen in Spanien anregen.

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