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Inhalt archiviert am 2023-01-01

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Ministerin: Biomasse von entscheidender Bedeutung für eine wirklich umweltgerechte und nachhaltige Energieversorgung

Wie die niederländische Wirtschaftsministerin Anne-Marie Jorritsma-Lebbink am 17. Juni sagte, wird Biomasse eine entscheidende Rolle für die Verwirklichung einer zu 100 Prozent umweltgerechten und nachhaltigen Energieversorgung spielen. In ihrem Beitrag zur 12. Europäischen K...

Wie die niederländische Wirtschaftsministerin Anne-Marie Jorritsma-Lebbink am 17. Juni sagte, wird Biomasse eine entscheidende Rolle für die Verwirklichung einer zu 100 Prozent umweltgerechten und nachhaltigen Energieversorgung spielen. In ihrem Beitrag zur 12. Europäischen Konferenz über Biomasse für die Energieversorgung, die Wirtschaft und den Klimaschutz in Amsterdam sagte Jorritsma-Lebbink, das langfristige Ziel sei eine zu 100 Prozent umweltgerechte und nachhaltige Energieversorgung. "Dies umfasst eine Übergangsphase und eine ganze Reihe von Veränderungen auf internationaler Ebene, die von der Technologie über die Wirtschaft und die Institutionen bis hin zur Kultur reichen. Die Biomasse wird eine entscheidende Rolle während des Übergangs zur umweltgerechten und nachhaltigen Energieversorgung spielen", sagte sie. Unter den Begriff "Biomasse" fallen alle Stoffe organischen Ursprungs, die als Energiequelle oder als Rohstoff genutzt werden können. Dazu zählen die verschiedensten Stoffe, z.B. Holz, Kulturpflanzen, pflanzliche Öle und Gülle. Zur Erzeugung von Biomasse können zahlreiche Techniken eingesetzt werden: Feste Biomasse, z.B. Holz, kann verbrannt oder vergast werden, während flüssige Biomasse, z.B. Pflanzenöle, unmittelbar zum Betrieb von Motoren oder Turbinen eingesetzt werden kann. Außerdem lässt sich nasse Biomasse biologisch in Brenngas umwandeln. Nach Ansicht von Jorritsma-Lebbink ist der Umstieg auf Biomasse jedoch eine sowohl internationale als auch komplexe Aufgabe. Probleme wie das ungünstige Verhältnis zwischen Masse und Energieausbeute machen aus ihrer Sicht die Zusammenarbeit und das Interesse der gesamten zukünftigen Biomasse-Verwertungskette von der Erzeugung, dem Transport, der Verarbeitung bis hin zu den Verbrauchern notwendig. Zusätzlich dazu sei die Akzeptanz durch die Öffentlichkeit erforderlich. "Ich bin überzeugt, dass sich diese Probleme gemeinsam lösen lassen. Dazu muss der Informations- und Wissensaustausch fortgesetzt werden, und zwar nicht nur, was neue Technologien, sondern auch, was die entsprechenden verwaltungstechnischen Vorgehensweisen für dessen Verwirklichung anbelangt", erklärte die Ministerin. "Mit etwas Glück stehen wir kurz vor der Rückkehr der Biomasse", sagte sie weiter. Biomasse bringt eine Vielzahl von Vorteilen mit sich, von der Senkung der CO2-Emissionen und der damit einhergehenden Senkung der Umweltbelastung bis hin zur Diversifizierung der Energiequellen. Mehr Diversität bedeutet mehr Sicherheit, da Länder ohne eigene fossile Brennstoffe nicht mehr auf die zuweilen politisch instabilen Erzeugerländer dieser Energieträger angewiesen sind. Jorritsma-Lebbink bezeichnete die Niederlande, ihr Heimatland, als "Vorreiter in der Förderung erneuerbarer Energieträger in Europa". Allerdings müsse man noch mehr Energie aus Biomasse erzeugen. "Dazu bieten sich Müllverbrennungsanlagen, Kohlekraftwerke, die Güllefermentierung, die Kofermentierung und die Beimischung von aus Biomasse erzeugtem Treibstoff zum Benzin an", sagte sie weiter. In den Niederlanden nutzen fast 15 Prozent aller Haushalte (rund 900.000) Strom aus erneuerbaren Energieträgern, und weitere 25 Prozent wollen noch innerhalb eines Jahres auf diese Energieform umsteigen.

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